Rückblende 2016: Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum

Woran erinnern wir uns, wenn wir an 2016 denken? Für mich war es das Jahr, in dem ich mein Traumpferd Mount Juliet kennengelernt habe, von allgemeiner Bedeutung sind aber andere Ereignisse: der Brexit, die Flüchtlingskrise, der Putsch in der Türkei… immer verbunden mit Pressefotos und Karikaturen. Die eindrucksvollsten dieser Bilder sind jetzt wieder im Zeitgeschichtlichen Forum zu sehen, die gemeinsame Ausstellung der Landesvertretung Rheinland-Pfalz, des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger in Kooperation mit der Bundespressekonferenz macht auch in diesem Jahr wieder Station in Leipzig.

Von 1156 eingereichten Arbeiten werden ca. 100 in der Ausstellung gezeigt, alle anderen sind auf der Homepage der Rückblende zu sehen.

Infos: „Rückblende 2016“, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Straße, 13. Juli bis 3. September 2017, geöffnet Di–Fr 9–18 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr, Eintritt frei

Neueröffnung: Die „Leipziger Fischwelt“

Leipzig-Engelsdorf, in der Nähe vom Paunsdorf-Center, schon kurz vor Taucha: nicht gerade eine Gegend, die nicht unbedingt für Kultur und Touristenattraktionen bekannt ist – bis jetzt!

Vor ein paar Tagen jedoch eröffnete dort ein Museum, das einen Besuch auf jeden Fall Wert ist: die “ Leipziger Fischwelt“. Auf dem Gelände des Leipziger Anglerverbandes (der hat in Leipzig immerhin 13.000 aktive Mitglieder!)  und von diesem auch geplant und durchgeführt, ist auf über 600qm ein Bildungs- und Informationszentrum entstanden, welches sich Angeln, Fische und Gewässer zum Thema gestellt hat.

Natürlich gibt es Fische in Aquarien zu sehen, aber auch Informationen zum Angeln in anderen Ländern, Wasserverschmutzung und Umweltschutz. Ein umfangreicher Teil der Ausstellung ist auch der Darstellung von Fischen auf Kunst- und Souvenirobjekten gewidmet. Das besondere Highlight ist aber ein begehbares „Trockenaquarium“, also ein abgedunkelter Raum, der eine Unterwasserwelt darstellt, die durchwandert werden kann. Für Schul- oder hortgruppen steht ein komplett ausgestattetes Klassenzimmer zur Verfügung.

Regelmäßig geöffnet hat die „Leipziger Fischwelt“ erst ab September, dann immer Dienstag und Donnerstag von 13- 17 Uhr und am zweiten Wochenende jeden Monats von 10- 16 Uhr. In den Sommerferien gibt es aber Sonderöffnungszeiten, aktuelle Infos gibt es hier. Der Eintritt ist frei, die Bushaltestelle Klempererstr. der Linie 72 befindet sich in der Nähe.

„Greif zu! Greifvögel aus aller Welt“ Sonderausstellung im Naturkundemuseum

Fleischfressende Tiere? Kennen wir natürlich und denken an Hunde, Katzen, Löwen… allerdings meistens nicht an Vögel. Aber auch bei ihnen gibt es Fleischfresser, und zwar die Greifvögel. Diesen ist die aktuelle Sonderausstellung im Naturkundemuseum gewidmet.

Die Ausstellung besteht dabei aus zwei Teilen. Der Fotograf Knut Fischer ist mit Fotografien von Greifvögeln vertreten, und natürlich gibt es auch wieder Präparate zu sehen. Diese stammen aus mehreren Jahrhunderten: das Exponat eines Bartgeiers ist bereits fast 200 Jahre alt, das größte Objekt der Ausstellung, der von Hermann ter Meer präparierte Andenkondor stammt aus dem Jahr 1915 und wohnte vorher im Leipziger Zoo. Neu sind über 30 Präparate, die extra für die Ausstellung geschaffen wurden.

Einmal im Monat ist sogar noch ein ganz besonderer Gast im Naturkundemuseum zu Besuch: Wüstenbussard „Winnetou“ und sein Falkner halten dabei einen Workshop ab, bei dem gelernt werden kann, was es mit der „jahrtausendealten Kunst des Jagens mit Greifvögeln und der Falknerei“ auf sich hat. Infos zu diesen Terminen gibt es auf der Website des Naturkundemuseums.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 02.01.2018 täglich außer Montag.

Art-Night Leipzig: Pop-Art selbstgemalt!

Reiten, Yoga, Gymnastik bei mir, Segelfliegen, Rudern, und Fahrradfahren bei Alex: unsere Hobbies sind zwar vielfälig, aber irgendwas kreatives ist nicht dabei. Warum? Vorher müssen Materialien gekauft werden. Wenn es dann doch keinen Spaß macht, eine ziemlich sinnlose Investition. Anleitung gibt es in Kursen- dafür allerdings ist geplante und regelmäßige Zeit notwendig.

Die Lösung? Zwei Stunden Zeit zum Malen, in lockerer Atmosphäre, Materialien werden komplett gestellt, Anleitung durch einen professionellen Künstler, am Ende ist ein individuelles Bild enstanden, was natürlich mit nachhause genommen werden kann. Gibt es nicht? Gibt es doch! In den USA sind diese „Art-Nights“ schon seit langem beliebt, inzwischen gibt es sie auch in Leipzig.

Für Alex und mich war es am vergangenem Mittwoch soweit: die Art- Night Leipzig zum Thema „Pop-Art“ im Restaurant „Die Versorger“ in der Spinnerei wurde ausprobiert!

Vorbereiten brauchten wir nichts, unsere Staffelei mit Leinwand, Farben, Pinsel, Wasser und Läppchen warteten schon auf uns!

Unser Motiv war vorgegeben, was aber nicht bedeutete, dass auch exakt dieses Bild auf unserer Leinwand entstehen soll. Unter Anleitung der Künstlerin Joanna Grzybek versuchten wir unser Bestes, unterbrochen nur von einer kleinen Pause für das Abendessen.

Entstanden sind dann, trotz der identischen Vorlage, sehr unterschiedliche Werke bei allen Teilnehmern. Während ich zumindest versucht habe, es relativ originalgetreu zu gestalten, ist bei Alex ein hübscher Hund auf der Leinwand erschienen, der bereits einen Platz in unserer Wohnung gefunden hat.

Das Malen allerdings ist nur ein Aspekt der Veranstaltung, der andere ist sogar noch unterhaltsamer: neue Leute kennenlernen, in unserem Fall andere Blogger. Die kleine Runde an unserem Tisch mit Janina vom Blog sos-fernweh.com mit ihrer Begleiterin Josi und Anne vom Blog leipzigermama.de hat nicht nur für einen unterhaltsamen Abend gesorgt, sondern auch noch meine Blog-Leseliste erweitert.

Mein Fazit:

Mit einem Preis von 45€ pro Person (Essen und Getränke müssen noch extra bezahlt werden) finde ich es relativ teuer, könnte es mir aber als Möglichkeit für ein etwas anderes erstes Date vorstellen. Gefehlt haben mir leider auch ein paar Infos zur Theorie und zu den Hintergründen von Pop-Art. Und liebes „Die Versorger“- Team: schreibt doch bitte den Namen eures Restaurants irgendwo gut sichtbar außen dran, es würde es potentiellen Gästen wirklich erleichtern, euch zu finden!

Transparenzhinweis:

Alex und ich besuchten die Art-Night kostenfrei auf Einladung des Veranstalters im Rahmen eines Blogger-Event

Überraschende Street-Art auf dem Weg zur Arbeit

Als ich heute zur Arbeit fuhr, hatte ich das Glück an unerwarteter Stelle eine besonders niedliche Form der Street-Art zu erblicken. Auch wenn das streng genommen als Vandalismus ausgelegt werden kann, wollte ich diese mühevolle und kreative Arbeit unbedingt zeigen. Nicht nur die Figuren sind allerliebst auch die Übergänge sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Wer also die Möglichkeit hat sollte in nächster Zeit die Neumarkt-Brücke in Merseburg besuchen.