„Inszeniert. Deutsche Geschichte im Spielfilm“

Filme können vieles: unterhalten, ablenken, aber auch informieren und Wissen vermitteln- im besten Fall sogar alles zusammen! Das Zeitgeschichtliche Forum widmet sich in seiner zweiten aktuellen Sonderausstellung nun dem Film, ganz speziell den Spielfilmen, die sich mit deutscher Geschichte beschäftigen. Dabei wird eins schnell klar. Deutsche Geschichte ist nicht nur in deutschen Spielfilmen ein Thema, sondern wird international, besonders auch in den USA thematisiert. Dort liegt der Schwerpunkt auf der Nazizeit, zum Beispiel in der Serie „Holocaust“ aus den 70er Jahren oder „Operation Walküre„, 2008 in den Kinos mit Tom Cruise als Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Umfangreicher sind natürlich die Geschichtsdarstellungen in deutschen Filmen und Serien. Aber auch die sind Trends unterworfen: waren noch in den 50er Jahren Flucht und Vertreibung ein häufig genutztes Thema, wurde um die Jahrtausendwende herum eher DDR- und Mauerfall-Geschichte dargestellt, zum Beispiel in den Filmen „Good bye, Lenin!“ und „Das Leben der Anderen“.

Zu den Filmen gibt es umfangreiches Material zu sehen: Ausschnitte, Requisten, Originaldrehbücher und auch gewonnene Filmpreise. Filmschaffende kommen zu Wort und natürlich können auch die Besucher interaktiv am Filmgeschehen teilhaben.

Zu sehen ist die Ausstellung täglich außer Montag bis zum 07. Januar 2018. Der Eintritt ist frei.

Rechte Ausstellungsplakat: JahnDesign, Thomas Jahn

What goes on- Wochenrückblick

So schön es auch ist, eine ausgefüllte Woche zu haben: leider bleibt für den Blog neben der Arbeit nur wenig Zeit. Da bei uns aber totzdem so einiges passiert ist, gibt es jetzt alles in Kurzform als Wochenrückblick!

Sonnabend, 04.02.2017:

Besuch bei unseren Tieren und Geburtstagsnachfeier mit der wohl einzigen Speise, bei der ich nicht auf Fleisch verzichten kann: Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen. Einfach nur lecker!

Sonntag, 05.02.2017:

Während Alex in Berlin war, hatte mich leider wieder eine kleine Erkältung erwischt. Nicht so schlimm, auf ARDone werden gerade alle Folgen der 80er Jahre Serie „Die glückliche Familie“ mit Maria Schell wiederholt.

Montag, 06.02.2017:

Shopping! Erstanden habe ich Tickets für das Bundesligaspiel von RB Leipzig gegen den 1.FC Köln. Kosten pro Ticket: 50€! Eine Jahreskarte für die Rennbahnen in Dresden und Magdeburg ist da billiger…

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Dienstag, 07.02.2017:

Kino! Ja, zugegeben, „Wendy- der Film“ wollte ich sowieso sehen. Wenn man damit aber auch einem Kind eine Freude machen kann- umso besser! Das Beste am Film: Pferdehauptdarsteller Larimar alias Dixie! Soooo niedlich!

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Mittwoch, 08.02.2017:

Wieder Kino, aber diesmal anderes Kind, anderes Kino und anderer Film: „Vaiana“, der neue Disney- Film. Überraschend gut, ein Film ohne Prinzessin und perfektem Prinzen- sehr sehenswert!

Den Abend verbrachten Alex und ich gemeinsam: beim Presse- und Bloggerevent von „atout France“: viele Inspirationen für zukünftige Reisen (Arles! Avignon! Oder doch eher die Normandie mit den Kaltblut Percheron- Pferden?) und gutem Essen. Vegetarische Version: pochierte Rotwein- Eier auf Lauch mit Nudeln. Im „Petit Paris“ waren wir zwar zum ersten, aber garantiert nicht zum letzten Mal!

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Donnerstag, 09.02.2017:

Die aktuelle Ausgabe der „Sport-Welt  (Nr. 013, erhältlich bis einschließlich Montag, 13.02.017) war im Briefkasten. Besonderes Highlight: Ein Interview mit dem Leipziger Rennbahnchef Alexander Leip über seine Pläne mit der Rennbahn in diesem Jahr.

img_9278Freitag, 10.02.2017:

Essen und Cocktails im „Café Westen“: arbeitsbedingt zwar mit einigen Stunden Verspätung, Penne mit Ziegenkäse und ein Swimmingpool schmecken aber auch noch kurz vor 23 Uhr.

Filmtipp: Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

Mit Literaturverfilmungen ist es ja immer so eine Sache: meist sind sie im Vergleich zum Buch enttäuschend. Wenn aus einem erfolgreichen Buch jedoch eine noch erfolgreichere Serie entsteht, kann das eigentlich nicht mehr übertroffen werden… Der Regisseur Andreas Dresen hat es aber dennoch gewagt und James Krüss` Roman und 1979er Weihnachtsserie des ZDF, „Timm Thaler und das verkaufte Lachen“ neu verfilmt. Entstanden ist dabei ein unbedingt sehenswerter 102- minütiger Film, der ab diesem Donnerstag, dem 02.02.2017, im Kino läuft.

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Worum geht es:

Timms Mutter ist schon lange tot. Zusammen mit seinem Vater lebt er in einer Gasse, in einer ärmlichen Wohnung oberhalb einer Bäckerei, die der Mutter seiner besten Freundin Ida gehört (Kühler Brunnen in der Nähe des Marktplatzes in Halle/Saale). Vater und Sohn träumen vom großen Geld, dass sie auf der Pferderennbahn zu machen hoffen, leider immer ohne Erfolg. Kurz nach erneuten Hochzeit seines Vaters stirbt dieser bei einem Arbeitsunfall und Timm muß nun bei seiner bösen Stiefmutter und dem gemeinen Stiefbruder leben. Auf der Pferderennbahn lernt er den zwielichtigen Baron LeFuet kennen und lässt sich auf sein Angebot ein: „Verkauf mir dein Lachen und du wirst nie wieder eine Wette verlieren…“

Ein Film der Halle als Hauptdrehort hat? Der muß mir ja schon gefallen! Und dann auch noch auf der Pferderennbahn (laut Infos Hoppegarten und Halle, dem Aussehen nach aber auch Leipzig) spielt? Noch besser! Der Film ist bis in die kleinsten Nebenrollen (Harald Schmidt als Rennbahnsprecher) hochgradig besetzt, besonders Arved Friese als Timm Thaler und Charly Hübner als Kreschimir sind richtige Glücksgriffe. Auch Thomas Ohrner, der Timm Thaler von 1979, ist in einer kurzen Szene zu sehen. Der Roman von James Krüss spielt in den 20er Jahren, und auch die Verfilmung ist an diese Zeit angelehnt, trotzdem enthält er viele Bezüge zur heutigen Zeit. Besonders lustig sind die kleinen, regelmäßigen Fantasy- Elemente, wenn Baron Lefuet seine (nicht immer hilfreichen) Dämonen Behemoth und Belial (Axel Prahl und Andreas Schmidt) in Ratten verwandelt. Natürlich ist „Timm Thaler und das verkaufte Lachen“ in erster Linie ein Kinderfilm, bietet aber dank seiner liebevollen und fantasiereichen Umsetzung spannende Unterhaltung für die ganze Familie! Von der Deutschen Film- und Medienbewertung wurde der Film auch mit dem Prädikat besonders wertvoll ausgezeichnet.

Und endlich wird auch mal eine Frage beantwortet, die doch jeden interessiert: warum gibt es an Hotelrezeptionen so oft eine Schale mit Äpfeln? Na ganz einfach, falls sich mal spontan ein Pferd an die Rezeption setzt!

Transparenzhinweis: Alex und ich haben den Film kostenfrei im Rahmen einer Preview gesehen.

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Oktobertipps: Museumsfest, Renntag, Designers´ Open

Update: „Mein“ Rennpferd Mount Juliet startet am 15.10.2016 bereits im dritten Rennen, dem „Preis der freiwilligen Feuerwehr Leipzig- Ost“. Dieses beginnt um 14.35 Uhr und er hat die Startnummer 5!

Es ist Herbst, nass und kalt draussen… eigentlich perfekt für gemütliche Wochenenden auf dem Sofa. Aber dafür haben wir die nächsten Monate noch genug Zeit und außerdem ist jetzt die perfekte Gelegenheit, all die Tücher und Schals zu tragen, die wir das ganze Jahr über gekauft haben. Möglichkeiten dafür gibt es an den nächsten Wochenende genug.

Museumsfest im Zeitgeschichtlichen Forum

Das ganze Wochenende wird im Rahmen des Lichtfestes in Leipzig der Friedlichen Revolution vor inzwischen 27 Jahren gedacht. Das „Zeitgeschichtliche Forum“ lädt dazu am Sonntag, dem 09.10. von 14- 19 Uhr zu seinem Museumsfest ein: dabei gibt es nicht nur ein Konzert mit Bettina Wegner und Karsten Troyke, sondern auch auch eine Mitmal-Aktion mit dem Comiczeichner Schwarwel, Erfinder des Schweinevogels. Für den Sonntagnachmittagskaffee wird eine Café- Lounge im Foyer aufgebaut. Weitere Infos gibt es hier, der Eintritt ist frei.

Internationaler Renntag im Scheibenholz

Sieben Galopprennen, dazu internationale Küche und Kultur gibt es am Sonnabend, dem 15.10.2016 ab 12 Uhr auf der Rennbahn Scheibenholz zu bewundern. Nach dem Genuß von amerikanischem Barbecue oder polnischen Piroggen heißt es dann: Hufe drücken für das Leipziger Rennpferd Mount Juliet, das im 7. und letzten Rennen des Tages startet. Tickets gibt es ab 7€ hier.

Designers‘ Open

Ein ganzes Wochenende Zeit für neues und innovatives Design ist vom 21. – 23.Oktober.

Zum bereits zwölften Mal finden die Designers‘ Open statt, diesmal aber in einer neuen Location, der frisch sanierten Kongreßhalle am Zoo. Auf sämtlichen Ebenen gibt es dort aktuelle Designtrends aus verschiedenen Bereichen wie z.B. Mode, Accessoires und Wohnen nicht nur zum Anschauen, sondern auch zu kaufen. Die jüngsten Besucher können auch selbst kreativ werden, denn in der Kids‘ Corner lädt der Buchkinder e.V. dazu ein, selber im Bereich Druckkunst zu experimentieren. Parallel zur Veranstaltung in der Kongreßhalle gibt es noch die Möglichkeit, Design dort zu erleben, wo es entsteht: in den vielen, über die ganze Stadt verteilten DO/ Spots. Tickets gib es ab 5,50€ hier.

Doch lieber Film-Abend?

Kein Problem! Der in Leipzig gedrehte Film „Herbert“, nach einem Drehbuch von Clemens Meyer, ist heute auf DVD* erschienen. Wer ihn im Kino leider verpasst hat, sollte ihn sich jetzt ansehen! Meine Filmkritik gibt es hier zum Nachlesen.

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*Die DVD wurde mir kostenlos vom MDR zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Elsterglanz und der Schlüssel für die Weibersauna

Ach ja, Elsterglanz…bei diesem Komikerduo aus dem Mansfelder Land scheiden sich ja nun wirklich die Geister: entweder liebt man den Humor von Gilli und Svenni oder man hasst ihn. Alex und ich gehören seit vielen Jahren eindeutig zur ersten Fraktion, ihre Neuvertonungen von Filmen wie „300″ oder natürlich „Rambo“ sind einfach Kult für uns. Logisch, daß wir uns dann ihren zweiten Spielfilm, „Elsterglanz und der Schlüssel für die Weibersauna“, nicht entgehen lassen!

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Worum geht es?

In Seeburg, einer kleinen Stadt in der Nähe von Eisleben, gibt es eine Sauna. Die ist allerdings nur für Frauen, Männern ist der Zutritt verboten. Gilli und Svenni vermuten dort paradiesische Zustände, also muß ein Schlüssel dafür her- aber wie? Verschiedene Möglichkeiten werden ausprobiert, nachdem James-Bond-Methodik und Physik nicht so richtig funktionieren, gehen sie sogar einen Pakt mit dem Teufel ein. Kurzzeitig scheint es sogar, als ob die Freundschaft zwischen Gilli und Svenni endgültig zerbrochen ist. Dabei gelüftet wird allerdings das Geheimnis des Klingonen und wir erfahren sowohl was Matroschka-Autismus ist als auch die Herkunft der Schweinsohr-Legende.

Fazit:

90 Minuten geballter Elsterglanz-Humor, der zum Teil schon sehr ins Absurde abdriftet. Im Vergleich zum ersten Film, „Im Banne der Rouladenkönigin“, ist er professioneller gestaltet, hat aber leider einige Längen. Andere Komiker wie Olaf Schubert und Cindy aus Marzahn sind mit Gastauftritten vertreten. Für Elsterglanz- Fans ein Muß,aber auch alle anderen werden sich amüsieren und können sich dabei zumindest schöne Aufnahmen aus Heimatnähe ansehen.

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