Ein tierischer Sonntag: Besuch in Graditz

Eine Wanderung in der Uckermark mit den beiden Eseln Emil und Elli? Machten wir 2015. Ein Wanderung zu 5 Störchen in der Aue um Leipzig? Unternahmen wir 2016. Auch in diesem Jahr fanden wir wir wieder tierische Unterstützung für unsere Wanderschaft, in Graditz bei Torgau warteten sowohl Pferde als auch Rinder auf uns.

In der Landwirtschaft war es jahrhundertelang üblich, die Rinder zu Pfingsten auf die Weide zu treiben… das gute Wetter der letzten Tage sorgte dafür, das wir dies in Graditz bereits am Sonntag letzter Woche erledigen konnten. Die Hereford- Elbweiderinder weiden direkt an der Elbe, in unmittelbarer Nachbarschaft der Pferde des Haupt– und Vollblutgestüts. Unsere Wanderung führte uns durch die Gestütsanlagen, direkt an der Elbe entlang der Pferdekoppeln zur Winterweide, wo unsere Rinder dann von den Leipziger Cowboys zur Sommerweide getrieben wurden.

Für uns war dort schon ein leckeres Picknick mit Produkten aus eigener Herstellung vorbereitet: Rindsbockwurst, Knackwurst und Leberpastete. Diese Leckereien aus 100% artgerechter Haltung gibt es auch zu kaufen, in Leipzig regelmäßig im Hofladen in Liebertwolkwitz oder direkt in Graditz.

Im Hauptgestüt stand dann die jährliche Präsentation der sächsischen Zuchtstuten, ihrer Fohlen und auch einiger Hengste auf dem Programm. Den Unterschied zwischen Haupt- und Landgestüt kann man sich übrigens leicht merken: im Hauptgestüt sind dieStuten und Fohlen zuhause, im Landgestüt die Landbeschäler, also die Hengste.

Art-Night Leipzig: Pop-Art selbstgemalt!

Reiten, Yoga, Gymnastik bei mir, Segelfliegen, Rudern, und Fahrradfahren bei Alex: unsere Hobbies sind zwar vielfälig, aber irgendwas kreatives ist nicht dabei. Warum? Vorher müssen Materialien gekauft werden. Wenn es dann doch keinen Spaß macht, eine ziemlich sinnlose Investition. Anleitung gibt es in Kursen- dafür allerdings ist geplante und regelmäßige Zeit notwendig.

Die Lösung? Zwei Stunden Zeit zum Malen, in lockerer Atmosphäre, Materialien werden komplett gestellt, Anleitung durch einen professionellen Künstler, am Ende ist ein individuelles Bild enstanden, was natürlich mit nachhause genommen werden kann. Gibt es nicht? Gibt es doch! In den USA sind diese „Art-Nights“ schon seit langem beliebt, inzwischen gibt es sie auch in Leipzig.

Für Alex und mich war es am vergangenem Mittwoch soweit: die Art- Night Leipzig zum Thema „Pop-Art“ im Restaurant „Die Versorger“ in der Spinnerei wurde ausprobiert!

Vorbereiten brauchten wir nichts, unsere Staffelei mit Leinwand, Farben, Pinsel, Wasser und Läppchen warteten schon auf uns!

Unser Motiv war vorgegeben, was aber nicht bedeutete, dass auch exakt dieses Bild auf unserer Leinwand entstehen soll. Unter Anleitung der Künstlerin Joanna Grzybek versuchten wir unser Bestes, unterbrochen nur von einer kleinen Pause für das Abendessen.

Entstanden sind dann, trotz der identischen Vorlage, sehr unterschiedliche Werke bei allen Teilnehmern. Während ich zumindest versucht habe, es relativ originalgetreu zu gestalten, ist bei Alex ein hübscher Hund auf der Leinwand erschienen, der bereits einen Platz in unserer Wohnung gefunden hat.

Das Malen allerdings ist nur ein Aspekt der Veranstaltung, der andere ist sogar noch unterhaltsamer: neue Leute kennenlernen, in unserem Fall andere Blogger. Die kleine Runde an unserem Tisch mit Janina vom Blog sos-fernweh.com mit ihrer Begleiterin Josi und Anne vom Blog leipzigermama.de hat nicht nur für einen unterhaltsamen Abend gesorgt, sondern auch noch meine Blog-Leseliste erweitert.

Mein Fazit:

Mit einem Preis von 45€ pro Person (Essen und Getränke müssen noch extra bezahlt werden) finde ich es relativ teuer, könnte es mir aber als Möglichkeit für ein etwas anderes erstes Date vorstellen. Gefehlt haben mir leider auch ein paar Infos zur Theorie und zu den Hintergründen von Pop-Art. Und liebes „Die Versorger“- Team: schreibt doch bitte den Namen eures Restaurants irgendwo gut sichtbar außen dran, es würde es potentiellen Gästen wirklich erleichtern, euch zu finden!

Transparenzhinweis:

Alex und ich besuchten die Art-Night kostenfrei auf Einladung des Veranstalters im Rahmen eines Blogger-Event

Auswärtsschnitzel? Stuttgart!

Frühlingszeit ist für uns immer Deutschland-Auswärtsschnitzel-Zeit… und dieses Mal landete unsere kleine Schnitzelbande in der Landeshauptstadt Baden- Württembergs, Stuttgart. Für uns war es wie immer ein willkommener Anlass für einen kleinen Wochenendurlaub, und Stuttgart kannten bisher weder Alex noch ich. Also: Motel One und Mietwagen gebucht und los ging es!  Dank Feinstaubalarm durften wir am Sonnabend für die Straßenbahnfahrt in die City ein Kinderticket nutzen- sehr praktisch! Die Innenstadt ist ein Mix aus typischer 60er- Jahre Architektur und historischen Bauten, bietet aber zum Einkaufen sehr gute Möglichkeiten… Breuninger!… Tiffany!… Der Flohmarkt auf dem Marienplatz!

Der Stuttgarter Twitter-Schnitzelstammtisch begrüßte uns am Abend dann im Restaurant „Schnitzelkönig“, dort gab es natürlich das klassische „Wiener Schnitzel“, aber auch noch weitere Schnitzelvariationen und vegetarische Gerichte. Gespräche über Pferde, Handtaschen und natürlich Twitter sorgten dafür, dass der Abend wieder viel zu schnell zuende war— das nächste Auswärtsschnitzel steht aber schon in den Startlöchern! Das Elsass ist unser nächstes Ziel, am 30.09.2017 treffen wir uns in Straßburg! Für weitere Infos, Hotelempfehlungen und Anmeldungen empfiehlt es sich, den Twitteraccount @AuswSchnitzel im Blick zu behalten!

What goes on- Wochenrückblick

So schön es auch ist, eine ausgefüllte Woche zu haben: leider bleibt für den Blog neben der Arbeit nur wenig Zeit. Da bei uns aber totzdem so einiges passiert ist, gibt es jetzt alles in Kurzform als Wochenrückblick!

Sonnabend, 04.02.2017:

Besuch bei unseren Tieren und Geburtstagsnachfeier mit der wohl einzigen Speise, bei der ich nicht auf Fleisch verzichten kann: Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen. Einfach nur lecker!

Sonntag, 05.02.2017:

Während Alex in Berlin war, hatte mich leider wieder eine kleine Erkältung erwischt. Nicht so schlimm, auf ARDone werden gerade alle Folgen der 80er Jahre Serie „Die glückliche Familie“ mit Maria Schell wiederholt.

Montag, 06.02.2017:

Shopping! Erstanden habe ich Tickets für das Bundesligaspiel von RB Leipzig gegen den 1.FC Köln. Kosten pro Ticket: 50€! Eine Jahreskarte für die Rennbahnen in Dresden und Magdeburg ist da billiger…

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Dienstag, 07.02.2017:

Kino! Ja, zugegeben, „Wendy- der Film“ wollte ich sowieso sehen. Wenn man damit aber auch einem Kind eine Freude machen kann- umso besser! Das Beste am Film: Pferdehauptdarsteller Larimar alias Dixie! Soooo niedlich!

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Mittwoch, 08.02.2017:

Wieder Kino, aber diesmal anderes Kind, anderes Kino und anderer Film: „Vaiana“, der neue Disney- Film. Überraschend gut, ein Film ohne Prinzessin und perfektem Prinzen- sehr sehenswert!

Den Abend verbrachten Alex und ich gemeinsam: beim Presse- und Bloggerevent von „atout France“: viele Inspirationen für zukünftige Reisen (Arles! Avignon! Oder doch eher die Normandie mit den Kaltblut Percheron- Pferden?) und gutem Essen. Vegetarische Version: pochierte Rotwein- Eier auf Lauch mit Nudeln. Im „Petit Paris“ waren wir zwar zum ersten, aber garantiert nicht zum letzten Mal!

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Donnerstag, 09.02.2017:

Die aktuelle Ausgabe der „Sport-Welt  (Nr. 013, erhältlich bis einschließlich Montag, 13.02.017) war im Briefkasten. Besonderes Highlight: Ein Interview mit dem Leipziger Rennbahnchef Alexander Leip über seine Pläne mit der Rennbahn in diesem Jahr.

img_9278Freitag, 10.02.2017:

Essen und Cocktails im „Café Westen“: arbeitsbedingt zwar mit einigen Stunden Verspätung, Penne mit Ziegenkäse und ein Swimmingpool schmecken aber auch noch kurz vor 23 Uhr.

Leb wohl, Heinzi!

Sonnabend, Zeit zum Kaffeetrinken, Alex ist auf dem Flugplatz. Wohin gehe ich? Natürlich zum Wilden Heinz in die Hähnelstraße. Ein Ziegenbock mitten in der Großstadt? Ich war sofort verliebt!

heinzi

Zwei Jahre lang, von 2013 bis 2015 lebte der nette, hübsche Ziegenbock im Cafe´- Konzert- und Biergarten, bevor er vor einem reichlichen Jahr wieder in sein ursprüngliches Zuhause, der Wallwitzburg nach Dessau übersiedelte. Zu vielen anderen Ziegenböcken und selbstverständlich auch Ziegendamen. Auch da besuchten wir ihn natürlich.

Jetzt allerdings ist Heinz von dort verschwunden, zusammen mit einem anderem Ziegenbock. Entführt. Was mit ihnen passiert ist? Unklar. Die Betreiber erhielten lediglich einen anonymen Anruf mit der Info: „Die Tiere sind tot.“ Insgeheim hoffe ich ja, dass sich jemand wirklich nur einen schlechten Scherz erlaubt hat und Heinz und sein Freund noch irgendwo unversehrt leben.

Lieber Heinz, danke für viele schöne Nachmittage mit Fritz- Cola und Schokoladenkuchen, in der Hütte, auf der Hollywoodschaukel oder auch direkt vor deinem Gehege! Leb wohl, wo auch immer du jetzt bist! Alex, ich und unzählige andere Leipziger werden dich nie vergessen!

Fotorechte: Zum Wilden Heinz (Link)

Presseartikel: LVZ & MZ