Kein Bock mehr

„Unser“ kleiner Ziegenbock Rossi hat den Winter nicht überstanden. Altersbedingt vorlor er schon seit dem Herbst die dominante Stellung in der kleinen Ziegenherde. Dem vorösterlichen Kälteeinbruch konnte er nicht mehr viel entgegensetzten. Alle liebevollen Rettungsversuche sind leider endgültig gescheitert.

Wir werden den kleinen afrikanischen Zwergziegenbock sehr vermissen, der uns vor allem durch seine hohe Tonlage beim Mähen und als Vererber aller bisher im ‚Outback‘ geborenen Lämmer in Erinnerung bleiben wird.

Circus Paul Busch

Wir waren im Circus Paul Busch. Dieser gastiert gerade in Leipzig auf dem Platz der Kleinmesse am Cottaweg.

Neben beeindruckenden Artisten haben uns natürlich besonders die Tiere interessiert. Zu sehen waren Pferde, Kamele, Rinder, …. usw.

Die Tiere werden, wie uns der Direktor vor Pause berichtete, in jeder Stadt streng auf artgerechte Haltung kontrolliert und es wurde jeder Besucher aufgefordert sich in der Pause selbst ein Bild davon zu machen. Ein Vergnügen was wir uns natürlich nicht entgehen ließen – kostet auch nur 3 Euro pro Person.

Bei den Tierunterkünften durfte auch wieder fotografiert werden, was während der Vorstellung nur ohne Blitz möglich ist.

Im Übrigen kann ich das Angebot des Imbiss im Vorzelt empfehlen. Auch wenn die Preis dafür nicht gerade moderat sind, ist die Qualität hervorragend.

Der Circus ist noch bis Mittwoch in der Stadt und gibt täglich 2 Vorstellungen. Der Eintritt kostet zwischen 15 und 30 Euro pro Person.

Wir hatten die Möglichkeit den Circus mit Freikarten zu besuchen.

Überraschende Street-Art auf dem Weg zur Arbeit

Als ich heute zur Arbeit fuhr, hatte ich das Glück an unerwarteter Stelle eine besonders niedliche Form der Street-Art zu erblicken. Auch wenn das streng genommen als Vandalismus ausgelegt werden kann, wollte ich diese mühevolle und kreative Arbeit unbedingt zeigen. Nicht nur die Figuren sind allerliebst auch die Übergänge sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Wer also die Möglichkeit hat sollte in nächster Zeit die Neumarkt-Brücke in Merseburg besuchen.

Abrudern 2016

Auch wenn ich es ungern zugebe – die Sommersaison neigt sich dem Ende zu. So wie bei den meisten Freizeitsportarten wird dies auch beim Rudern besonders gewürdigt.

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Nachdem sich die meisten Aktiven vor dem Bootshaus eingefunden haben sowie Boote und Skulls zum Bootssteg geräumt wurden, begann die feierliche Begrüßung der Anwesenden. Der Höhepunkt war die Begrüßung von Olympiasiegerin Julia Lier. Zu meinem Erstaunen machte sie ihre ersten Rudererfahrungen bei der Merseburger Rudergesellschaft. Noch ein Grund mehr stolz auf meine neue Vereinsmitgliedschaft zu sein.
Ebenfalls wurde der Oberbürgermeister von Merseburg eingeladen.

Bei der folgenden Ruderauffahrt mit einem Achter, drei Vierern und einem Zweier – alle mit Steuermann – ließ es sich „unsere Goldgewinnerin“ nicht nehmen selbst mit ins Boot zu steigen. Danach gab es auch für mich die Gelegenheit, eine echte olympische Goldmedaille in der Hand zu halten und mich mit der äußerst sympathischen Julia Lier ablichten zulassen.

Anschließend ließen wir den Tag bei Kaffee und Kuchen in der Bootshausgaststätte ausklingen.
Übrigens sind Gäste zum Abrudern immer herzlich willkommen, da auch diese Veranstaltung zur aktiven Mitgliederwerbung genutzt wird.

Leider war meine Lieblingsfrau an diesem Tag schon anders verplant und deshalb nicht von der Partie.

Sommerreise: Wien – Budapest

Der Sommer geht und läßt mich etwas wehmütig zurück. Gerne erinnere ich mich an einen wunderschönen Fahrrad-Urlaub Anfang Juli – allerdings war Juliane dieses eine Mal nicht dabei. Natürlich machte ich solch‘ eine Tour auch nicht allein sondern hatte neben einer nicht genannten menschlichen Begleitung auch die kleine Schlappohrblondiene Daggi dabei.

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Mit Daggi und meinem Fahrrad im Auto fuhr ich nach Wien um dort meine Begleitung zu treffen und bei der Gelegenheit gute Freunde wiederzusehen. Nach einer Übernachtung in Wien wurde am nächsten Morgen mein Drahtesel bestiegen und wir fuhren per Raddel durch Wien bis zur Donauinsel.

Die Stadt-Silhouette und das Wiener Zentraltanklager hinter uns lassend, fuhren wir durch die Donauauen. Die endlos-lang wirkenden Deiche waren von hohen Bäumen umgeben, so dass wir von der Landschaft nicht viel mit bekamen – wenigstens wurde so dem Wind erschwert unsere Fahrt zu verhindern. Kurz vor dem ersten Überqueren der Donau lichtete sich der Wald und gab den Blick frei auf die Heimenburg – unser Minimalziel für diesen Tag. Da unsere Beine noch frisch waren ging es weiter bis Bratislava am Horizont in Sicht kam.

Die wenigen Kilometerchen bis zur slowakischen Hauptstadt schafften wir dann natürlich auch noch. Zum Übernachten suchten wir uns ein Botel aus. Unser schwimmendes Hotel war bequem – wenn auch etwas eng – eingerichtet und das Bordrestaurant beeindruckte mich mit sehr gelungener heimischer Küche. Zur Erkundung der Stadt hatten wir uns einen ganz Tag vorgenommen – eine weise Entscheidung. Nachdem wir das touristische Muss – den Burgberg – abgehandelt hatten widmeten wir uns der schönen Altstadt. Dort ist uns vor allem das erste Slowakische Pub in guter Erinnerung geblieben.

Am nächsten Morgen, folgte unsere längste Etappe von Bratislava bis nach Komárom. Der Anfang dieser Etappe war von dem ca. 20 km langen Donaustaustuffe geprägt. Das End der Staustuffe bildet das Kraftwerk Gabčíkovo. Bei brennender Sonne und wenig Wind bekam auch die kleine Daggi einen Sonnenschutz über ihr Körbchen. Auf der weiteren Strecke konnten dann keine Städte, wenig Dörfer, viele Felder, Obstbäume und Störche bewundert werden, bis wir vom slowakischen Komárno über eine Donau-Brücke in das ungarische Komárom kamen.

Am nächsten Morgen ging es für uns nicht sofort weiter, sondern wir besichtigten die Festung Monostor – eine beeindruckende Festungsanlage aus der K.u.K.-Zeit. Diese Festung ist in weiten Teilen zugänglich, man fühlt sich aber in den weiten unbeleuchteten Gängen häufig verloren. Auch scheinen manche Türen seit der K.u.K.-Zeit keine Farbe mehr gesehen zu haben.

Das Radfahren unserer 3. Etappe nach Esztergom war körperlich wenig anstrengend, aber durch das häufige (ca. 25% der Etappenstrecke) Fehlen von Radwegen entlang stark befahrener Straßen war es für Mensch und Tier sehr stressig. Ich hatte von einem Europaradweg einen höheren Ausbaugrad erwartet. Allerdings muss ich sagen, das die ungarischen PKW- und LKW-Fahrer sehr rücksichtsvoll mit Radfahrern umgehen.

Esztergom habe ich als eine sehr schöne und äußerst sehenswerte Stadt empfunden. Dort gefiel es uns so gut, dass wir wieder einen ganzen Tag zum Sightseeing einplanten. Die gesamte Stadt wird heute von der Sankt-Adalbert-Kathedrale dominiert – der größten Kirche in Ungarn und eine der Top 20 in der Welt. Außerdem lohnt der Aufstieg zum Burgberg alleine schon wegen der überwältigenden Aussicht über das gesamte Donautal.

Unsere letzte Etappe war die landschaftlich schönste und romantischste der ganzen Tour, nach einer Donau-Überquerung auf einer sehr eigenwillig konstruierten Fähre, ging es Visegrád und alter Klosteranlagen vorbei in die ungarische Hauptstadt Budapest.

 

Hier bezogen wir Quartier im Hilton – man gönnt sich ja sonst nix. Auch für Budapest nahmen wir uns einen ganzen Tag zum Sightseeing und fuhren mit einem Bus alle Sehenswürdigkeiten ab. Allerdings hat mich die Fülle an Eindrücken an diesem Tag etwas erschlagen.

Mit den beladenen Fahrrädern ging es dann mit dem Zug zurück bis Wien. Von Wien aus mit Mutters-Auto über Prag bis zirka Höhe Dresden. Nach einem Motorschaden, holte uns der Abschleppdienst ab und brachte uns bis nach Dresden zur nächsten Europcar-Filiale. Nach nervigem Umpacken leistete dann der Mietwagen treue Dienste zurück nach Leipzig. Mutters-Auto hat jetzt einen neuen Besitzer und Mutter einen neuen gebrauchten Kombi.

Auf diese letzte Episode der Tour hätte ich gut und gerne verzichten können – trotzdem kann ich inzwischen darüber schmunzeln.