ruhelos. Sighard Gille im Museum der bildenden Künste

Wenn Alex mir eine kleine Freude machen will ist das eigentlich ganz einfach: neben einer Einladung in die L`Osteria freue ich mich immer über eine kleine Stadtrundfahrt im Auto, ganz besonders wenn es schon dunkel und die Stadt schön beleuchtet ist. Manchmal führt uns unser Weg dann am Gewandhaus vorbei, und wenn wir ganz viel Glück haben, gibt es dort gerade ein Konzert und wir können von außen das riesige Wandgemälde bewundern.

Das Bild heißt „Gesang vom Leben“ und wurde von Sighard Gille gestaltet. Diesem Leipziger Maler wird auch die aktuelle Sonderausstellung mit dem Titel „ruhelos“  im „Museum der bildenden Künste“ gewidmet. Es ist gleichzeitig auch die erste Retrospektive auf das Werk des Künstlers.

img_8991Mein erster Eindruck von der Ausstellung, die den gesamten unteren Ausstellungsbereich einnimmt, war: Farbe! Sämtliche Bilder sind in einem intensiven, fast expressiven Farbauftrag gehalten. Die Ausstellung zeigt zwar Gilles Schaffen von der DDR- Zeit an, der Schwerpunkt liegt aber auf seinen Werken nach der Wende, als er Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst -wo er zwischen 1965 und 1970 auch selber studierte- war. Insgesamt werden 80 Werke von den späten 60er Jahren bis in die Gegenwart ausgestellt.

Zu sehen gibt es neben Landschaftsbildern auch Akte, Familienportraits und Portraits von Musikern wie z.B. Mick Jagger. Auch das Gemälde aus Gewandhaus ist als Modell dabei. Da sich die meisten der gezeigten Bilder sonst in Privatsammlungen befinden, ist diese Zusammenstellung absolut einmalig und sehr sehenswert.

Die Austellung ist täglich bis zum 22.01.2017 außer Montags und am 24.12. und 31.12. zu besichtigen. Der 12.11., 07.12. und 04.01. sind dabei eintrittsfrei.