Tag der Architektur in den Bleichert- Werken

Wenn man aus Richtung Schkeuditz, Naumburg oder Leipzig-Grünau mit dem Zug zum Leipziger Hauptbahnhof fährt, passiert man auch den Haltepunkt Leipzig-Gohlis.

Auffallend dort ist ein großes, seit vielen Jahren leerstehendes Fabrikgebäude, allerdings mit einem Schild, das Wohnungen ab 2016 verspricht. Was dieses Fabrikgebäude einmal war, haben Alex und ich schnell herausbekommht : es war eine Fabrik von Adolf Bleichert für Drahtseilbahnen, die zum Beispiel beim Bau des Völkerschlachtdenkmals zum Einsatz kamen. Schon seit 1992 steht sie allerdings leer und wurde dann 2013 auch im zweiten Teil von Enno Seifrieds „Vergessen in Leipzig“ Dokumentationen erwähnt.

Anlässlich des „Tages der Architektur“, der immer am letzten Wochenende im Juni stattfindet, bestand nun die Möglichkeit, diesen Gebäudekomplex zu besichtigen und Fragen zu dessen Zukunft loszuwerden.

Auch Alex und ich machten uns nun mit der S-Bahn auf den Weg nach Gohlis und hatten das Glück, zu den 25 Personen zu gehören, die eine Baustellenbesichtigung erleben durften.

Mitarbeiter und Projektleiter des Bauunternehmens stellten das Bauvorhaben vor, das nicht nur aus Wohnungen bestehen soll, sondern auch ein Parkhaus und eine Kindertagesstätte beinhalten wird.

IMG_8266Nach dieser theoretischen Erklärung ging es dann, ausgerüstet mit Sturzhelm, in die alte Halle, die von innen doch noch um einiges besser aussieht als von aussen.

Auch eine schon im Rohbau befindliche Wohnung durften wir besichtigen, auch wenn damit der Bezugstermin „Frühjahr 2016“ nicht gehalten werden kann.

Nach der Sanierung vom Capa-Haus und  nachdem nun endlich auch das ehemalige Kaufhaus Held in der Merseburger Straße  zu Wohnungen ausgebaut wird, wird somit noch ein historisches Gebäude endlich saniert und wieder einer Nutzung zugeführt, auch wenn die Wohnungen natürlich auch dort eher etwas höherpreisig sind.

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