Unsere Harzreise Teil 2 – perfekter Tag?

Da Juliane den ersten Tag unserer Harzreise seit Wochen durchorganisiert hatte, war ich für den zweiten Tag verantwortlich. Natürlich hatte ich am Abend vorher noch keine Ahnung was wir genau machen würden. Um Juliane mit einem perfekten Tag zu beglücken braucht es mit Sicherheit Ziegen. Wo gibt’s in Thale Ziegen? Im Tierpark! Nach dem Frühstück ging es für uns also zum Tierpark am Hexentanzplatz.

Tierpark – Hexentanzplatz

Mit einem regulären Eintrittspreis von 5 EUR für Erwachsene bekommt man recht viel Tier geboten. Gleich am Eingang begrüßte uns eine Elster und auch die Ziegen hörten wir schon. Also kam zu unserem Eintritt gleich noch eine Tüte mit Tierfutter hinzu. Als wir die Hälfte des Tierfutters schon bei den Ziegen verfüttert hatten wendeten wir uns den anderen Bewohnern des Parks zu. Bis auf die beiden Wölfe im Gebüsch, waren auch die meisten Tierchen gut zu fotografieren.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz baute ich dann noch einen kleinen Umweg ein. Der angesteuerte Aussichtspunkt war allerdings nichts für Juliane. Sie verweigerte sich der Kletterei auf den Felsenpunkt. Schade! so musste ich die romantische Aussicht ohne sie erleben. Bei relativ guter Sicht hatte man einen überwältigenden Blick über das Bodetal mit der Roßtrappe bis hin zum Brocken.

Stolberg

Stolberg hatte ich mir als weiteres Tagesziel überlegt. Die niedliche kleine Stadt mit den vielen Fachwerkhäusern habe ich schon häufig durchfahren, aber bisher noch nicht die Zeit gehabt dort auch einmal anzuhalten. Das sollte sich heute ändern, denn solche Städte gefallen auch meiner Frau. Beim Spazierengehen entdeckten wir schnell das FRIWI-Werk mit seinem Fabrikverkauf. Leider konnte dort Julianes spontanen Wunsch nach Lebkuchen nicht entsprochen werden – jedenfalls bis Oktober nicht.

Unweit der Keksfabrik befindet sich auch das Museum Alte Münze. Hier kann gegen eine kleine Spende (ich würde zwischen 5 – 10 EUR pro Person empfehlen) die Münz- und Stadtgeschichte von Stolberg erlebt werden. Leider sind Fotos hier nicht erlaubt, deshalb möchte ich an dieser Stelle die Medaille aus 20g Feinsilber vorstellen, die man im Museum für 32 EUR erwerben kann. Dieses vor Ort geprägte Souvenir wurde vom hallischen Künstler Carsten Theumer entworfen und ziegt auf der Rückseite das Museumsgebäude und auf der Vorderseite den Stolberger Hirsch.

Kyffhäuser

Für unsere Rückfahrt nach Leipzig mussten wir nun am Kyffhäuser vorbei. Vorbei – schon wieder nur vorbei? Mit dem Auto ginges es also die serpentinenreiche Strecke hinauf bis zum Parkplatz des Kyffhäuserdenkmal. Dort war aber so viel los, das wir vor den Menschenmassen die Flucht ergriffen. So gab es nur ein Foto vom Denkmal, die Besteigung des Denkmals sparen wir uns auf.

Modellbahn Wiehe

Nach der Abfahrt von der Südflanke des Kyffhäuser sahen wir ein Schild „Modellbahn Wiehe„. Ich muss gestehen, dass ich davon noch nichts gehört hatte, Juliane aber schon. Nach kurzer Überlegung stand damit unser neues Ziel fest. In der Stadt Wiehe angekommen warteten mehrere Hallen darauf von uns erkundet zu werden. Darin sind mehrere gigantisch große Modellbahnanlagen in H0, TT und IIm (G) aufgebaut. Gleich am Eingang ist das Highlight der Ausstellung zu bestaunen – die 500m² H0-Anlage. Hier werden sehr detailiert sämtliche Sehenswürdigkeiten Thüringens dargestellt. In den „Nebenhallen“ warten dann nicht nur weitere Eisenbahnanlagen zu den Themen Harz, Orientexpress und Amerika sondern auch viele kleine und große Attraktionen auf Besucher. So gibt es zum Beispiel eine einfache Modellbahn die von Kindern selbst bespielt werden kann oder auch eine chinesische Terrakottaarmee mit tausend Figuren im Maßstab 1:2,5 für die Erwachsenen.

Der Eintrittspreis von 10 EUR ist für die gebotenen Attraktionen mehr als gerecht. Warum an unserem Besuchstag so wenige andere Besucher hier waren ist mir daher ein Rätsel.

Gesamtfazit des Tages: Juliane war so zufrieden und körperlich geschafft, dass ich am Abend in Leipzig dann ohne sie in den Biergarten musste.