Unsere Harzreise Teil 1

Das Wochenende außerhalb Leipzigs zu verbringen ist auch mal schön, und in der näheren Umgebung bietet sich der Harz dafür immer an. Wenn man dann noch Schwiegermutters Auto ausleihen darf und damit dann ziemlich unabhängig ist- umso besser!

Aber wie sollte es anders sein, folgte zuerst ein Besuch bei unseren Ziegenlieblingen in Markranstädt, diesmal mit Gurke im Gepäck.

So ganz zufällig war unser Wochenendziel aber nicht gewählt, zwei Punkte standen am Sonnabend auf unserem Programm:

Vernissage in der „Grafikstiftung Neo Rauch“ in Aschersleben

Bereits 2015 waren wir zur Jahresausstellung in der Ascherslebener Grafikstiftung eingeladen, und auch in diesem Jahr durften wir wieder dabei sein. In Aschersleben angekommen, hatten wir bei tollem Wetter noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel durch die hübsche Innenstadt und Cafébesuch.

Die aktuelle Ausstellung steht unter dem Titel „Hanno & Neo Rauch – Vater und Sohn“.

Seinen Vater, Kunststudent an der Leipziger Kunsthochschule, hat Neo Rauch jedoch nie so richtig kennengelernt: schon vier Wochen nach der seiner Geburt starben beide Eltern bei einem Zugunglück und er wuchs bei seinem Großeltern in Aschersleben auf- daher auch der Bezug zur Stadt.

Die Ausstellung zeigt Werke des Vaters Hanno Rauch aus der Zeit des Kunststudiums, dabei finden sich viele Motive, die die Industriekultur um Leipzig darstellen, wie Tagebaue und Fabriken, aber auch Tiermotive wie Affen und Gazellen. Neo Rauch nimmt darauf Bezug in 25 Grafiken, die alle im letzten Jahr entstanden sind. Für mich ist es eine sehr persönliche und beeindruckende Ausstellung, bei der sich das Anschauen unbedingt lohnt. Gezeigt wird sie noch bis zum 30.April 2017.

Nachpremiere „Vergessen im Harz II“

Erster Programmpunkt erledigt, weiter geht es – jetzt nach Thale!

Seit 2012, also von Anfang an, sind Alex und ich Fans von Enno Seifrieds „Lost Places“- Filmreihe. Natürlich haben wir alle drei Leipziger Teile gesehen und auch den ersten Teil von „Vergessen im Harz“ , letztes Jahr in der Baumannshöhle. Nur gesehen? Nein, dank Crowdfunding über die Visionbakery haben wir die Filme auch mitfinanziert und uns so Tickets für die Nachpremiere gesichert. Selbstverständlich fand auch diese Veranstaltung wieder an einem „Vergessenen Ort“ statt, der auch im Film erwähnt wird: das ehemalige Hotel „Zehnpfund“ in Thale, erst Hotel, später als Rathaus genutzt und seit inzwischen 13 Jahren leerstehend. Der Stil der Film ist natürlich immer sehr ähnlich, aber im Vergleich zum ersten Teil fanden sowohl Alex und ich ihn diesmal abwechslungsreicher. Der Schwerpunkt lag diesmal nicht auf alten Sanatorien, sondern auch eine ehemalige Schule, ein Bergwerk und sogar eine mittelalterliche Burg wurden vorgestellt. Am Ende wurde den Zuschauern ein dritter Teil versprochen, und auch wir werden dann wieder dabei sein!

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Auf dem Weg zum Restaurant für unser Abendessen kamen wir noch an einer ganz besonderen Bank mit zwei Ziegenböcken vorbei und schon war unser erster Tag im Harz vorbei!

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Fortsetzung folgt…