Fünf-Störche-Wanderung

Die Sieben-Seen-Wanderungen sind in Leipzig und Umgebung seit Jahren ein etablierter Veranstaltungsschwerpunkt. Juliane hatte für sich dieses Jahr die Fünf-Störche-Wanderung ausgesucht, um auch mal durch Teilnahme zu glänzen. Ihre Teilnehmer-Urkunde beweist, sie hat es geschafft.

Nun jedoch der Reihe nach …

Unser Tag begann damit, dass wir in den Bus um 7:48 Uhr Richtung Merseburg einstiegen um 8:03 Uhr in Dölzig zu sein. Das war nötig, wenn wir pünktlich um 9 am Treffpunkt in Dölzig sein wollten. Aber so hatten wir genügend Zeit, um unser Frühstück an der nahen Tankstelle nach zu holen. Dölzig selbst präsentierte sich uns als nettes kleines Dorf im besten Frühlingserwachen. Auch den ersten einsamen Storch bekamen wir auf dem höchsten Schornstein zu sehen.

Von Dölzig aus ging es zu nächst die ca. 15m hohe Böschung des Saale-Elster-Kanals hinauf um einen noch besseren Blick auf den Dölziger Storch zu erhaschen. Im Anschluss unterquerten wir den Kanal durch einen Auto-Tunnel und nutzten dann Feldwege um entlang erblühender Rapsfelder nach Kleinliebenau zu gelangen. Am Ortseingang begrüßten uns einige Pferde des ansessigen Reiterhofs und wollten offenbar fotografiert werden.

In der Ortsmitte erspähten wir das idylisch gelegene Storchennest. Beim Näherkommen konnte sogar das Eintreffen des zweiten Elternstorchs miterlebt werden.

 

Als ersten Rastplatz war für uns die Rittergutskirche vorgesehen. Diese wurde in den letzten Jahren liebevoll vom sehr engagierten Kulturverein saniert. Nun ist dieser Ort so ausgebaut, dass auch er auch als Pilgerherberge des ökomenischen Pilgerwegs genutzt wird. Die Begegnung mit Frau Brunhilde Schierl möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen. Sie pilgert die Strecke von Görlitz nach Aachen und ist unter dem Motto „Die Würde der Frau ist unantastbar“ unterwegs, um damit die Gesellschaft auf das Thema Zwangsprostitution aufmerksam zu machen.

Frisch und munter ging es nun in Richtung Schkeuditz. Ein Stück des Wegs begleitete uns sogar ein Storch – da wurde dann Storchwandern sehr wörtlich genommen. Nach einem kurzen Weg entlang der B186 und der Überquerung von Luppe und Weißer Elster ereichten wir Schkeuditz und sein Stadtmuseum. Dort war unsere Mittagspause vorgesehen und man konnte das sehr interessante Museum besichtigen.

Nach der Pause besuchten wir den leider letzten Storch unserer Wanderung. Das Nest befindet sich auf einem frisch saniertem Schornstein in der Ortsmitte.

Nach Schkeuditz gab es viel Auenlandschaft zu bewundern. Neben verwilderten Alleen, verschlungenen Flussläufen und einer schönen Holzbrücke wird für mich das Unkenkonzert in Erinnerung bleiben. Die vom NABU erworbenen Papitzer Lachen erfreuen sich offenbar bei den Rotbauchunken großer Beliebtheit, auch wenn wir die Tierchen nur hören konnten.

Lützschena erreichten wir durch den Schloßpark und trafen am Ziel der Wanderung – die Auwaldstation – ein. Dort warteten Kaffee und Kuchen auf uns.

Mein Fazit: Schöne Wanderung für Naturfreunde, die Organisation hat einen sehr familiären Charakter.

Mein besonderer Dank gilt hier Manfred Seifert.