War is over. Robert Capa in Leipzig

18. April 1945

Das Kriegsende ist nah, und auch in Leipzig sind bereits amerikanische Soldaten. Einer von ihnen ist der gerade 21 Jahre alt gewordene Raymond J. Bowman. Berühmt wurde er allerdings durch seinen Tod heute vor 71 Jahren, der vom Fotografen Robert Capa im bekannten Foto „Der letzte Tote des Krieges“ , kurze Zeit später veröffentlicht im „Life“- Magazin, festgehalten wurde. Passiert ist dies in einem Haus in der Leipziger Jahnallee 61 an der Angerbrücke, das allgemein nur als Capa-Haus bekannt ist. Jahrelang stand es leer, in der Silvesternacht 2011/2012 brannte dann auch noch der Dachstuhl aus. Die Abrissgenehmigung war daraufhin schnell erteilt. Eine Bürgerinitiative um den Kabarettisten Meigl Hoffmann nahm sich des Hauses an und hatte die Vision, es als Stätte der Erinnerung zu bewahren.

Nachdem im Januar bereits ein Cafe´ dort eröffnet wurde, wurde gestern ein kleiner Ausstellungsraum mit Erinnerungsstücken und Fotos an Raymond J. Bowman und Robert Capa eingeweiht. Insgesamt 18 Fotos von Robert Capa zeigen die Kampfhandlungen im und am Haus, auch Videos vom Zustand des Hauses vor der Sanierung sind zu sehen. Auch originale Möbelstücke und Kameras von Robert Capa sind noch vorhanden. Zeitgleich mit der Eröffnung des Museumsraumes wurde der untere Teil der Lützner Straße, gegenüber der Capastraße, in Bowmanstraße umbenannt.

Eine sehenswerte kleine Ausstellung, die nicht nur das Leben von Bowman würdigt, sondern auch noch zeigt, das bürgerschaftliches Engagement erfolgreich sein kann!

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