Geburtstagsglück in Ziegenrück

Zu meinem Ehrentag haben Juliane und ich uns etwas besonderes vorgenommen. Wir lösten den Gutschein meiner Schwiegereltern für einen Kurzurlaub in Ziegenrück ein. Da Ziegenrück etwas umständlich mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen ist, haben wir uns auch dieses Mal das Auto meiner Mutter ausgeborgt. So waren wir nur unserem eigenen Zeitplan verpflichtet und frei in unserer Routenplanung. Wir konnten deshalb auch die Hinfahrt zu einem Besuch des kleinen Dorfs Dreiskau-Muckern nutzen. Wir bekamen den Tipp, dass man dort unweit eines Ziegengeheges ein gutes Stück Kuchen bekommen kann…

Nach einer problemfreinen Autofahrt, kamen wir am späten Nachmittag in Ziegenrück an. Das Wetter war beständig und so nutzen wir die Zeit, um mit einem kleinen Spaziergang entlang der Saale einen ersten Eindruck der Ortschaft zu bekommen.

Unser Quartier – Zur Fernmühle – für die nächsten beiden Nächte hatten wir schnell gefunden und unser Zimmer bezogen.

Das nette und zuvorkommende Personal und die viele Ziegendekoration nahmen uns sehr schnell für diesen Ort ein. Spätestens als uns nach sehr gutem Abendessen und einer fachkundigen Wanderberatung auch noch ein Lunchpacket für den nächsten Tag angeboten wurde, waren wir Fans.

Am nächsten Morgen war der Frühstückstisch zu meinem Geburtstag ebenfalls liebevoll eingedeckt.

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Für den Tag hatten wir uns vorgenommen, auf dem Rundwanderweg Saale-Wisenta-Plothengrund zu laufen. Wobei ich gleich einschränken muss, dass wir zwischen Walsdorf und Eßbach erheblich abgekürzt haben und so die Strecke auf ca. 15 km reduziert haben. So gingen wir durch eine Landschaft, die gerade erst im Frühlingserwachen begriffen war. Unser Lunchpaket wirkte bei unserer Stärkung und selbst Juliane – für gewöhnlich kein Wanderfan – packte in Walsdorf der Ehrgeiz und lehnte das Warten auf den Bus ab. Juliane ich bin stolz auf dich.

In der folgenden Nacht war Müdigkeit sicher kein Problem für uns. Die Frühstückseier am nächsten Morgen passten zu unserer Laune und die große Ziegenuhr verabschiedete uns für die Heimreise. Natürlich musste ich noch einen kurzen Stopp bei der Kemenate über der Stadt einlegen.

Wir wählten nun eine Route, die entlang der Landstraße über Orlamünde führte. Die Kemenate hier war weitaus beeindruckender als die in Ziegenrück und ließ uns hier stoppen. Die Oberstadt wirkt insgesamt noch sehr mittelalterlich und lud bei Sonnenschein zu einem Spaziergang ein.

Unser weiterer Weg führte uns entlang der Leuchtenburg und Naumburg (mit kurzer Pause) zurück nach Leipzig.

Alles in Allem eine schöne Geburtstagsreise.