Et hätt noch emmer joot jejange- Rosenmontag in Köln

Der Rosenmontagsumzug in Köln: für Alex und mich seit einigen Jahren schon Tradition. Natürlich hatten wir unseren Kölnbesuch auch für diese Session wieder geplant und ließen uns davon auch nicht abbringen. Eigentlich sollte auch alles so ablaufen wie immer: Anreise mit dem Zug, übernachten im Motel One in der Nähe der Severinsstraße, am Montag den Zug ansehen und Dienstag wieder zurückfahren. Die ersten kleinen Sturmwarnungen ignorierten wir, und auch die Absage von einzelnen Rosenmontagszügen war uns egal, in den Karnevalshochburgen wie Mainz, Düsseldorf und Köln kann sowas natürlich nicht passieren- dachte ich.

Nach unserer Ankunft am Sonntagabend unternahmen wir erstmal einen kleinen Spaziergang, natürlich im Kostüm, entlang der Severinsstraße bis zur Ulrepforte, dem Sitz der „Roten Funken“.

IMG_6365Leider hatten die Fleischereien geschlossen, so daß Alex zwar eine nette Werbung für seine geliebten Mettbrötchen sehen konnte, wir aber doch auf Döner ausgewichen sind- Döner in der Severinsstraße ist ja für uns inzwischen auch schon Tradition.

IMG_6363Zurück im Motel One erfuhren wir, das Mainz seinen Umzug abgesagt hat und Düsseldorf seine Entscheidung erst am Montagmorgen bekanntgibt.

Montagmorgen, der erste Blick aus dem Fenster: komplett grauer Himmel und strömender Regen. Während des Frühstücks wurde dann bekannt, daß auch Düsseldorf den Umzug abgesagt hat. Der in Köln soll jedoch stattfinden, allerdings ohne Fahnen, hohe Aufbauten und Pferde! Während wir uns kostümierten, wurde das Wetter ganz langsam besser, und pünktlich zum Zugbeginn um 10 Uhr war der Regen weg- und die Sonne schien sogar! Da hat das kölsche Jrundjesetz mit Paragraph 3: Et hätt noch emmer joot jejange. („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“) mal wieder Recht behalten!

Alex und ich, oder eigentlich Prinzessin Leia und eine Giraffe, gingen zu unserem üblichen Zugbeobachtungsplatz am Friesenplatz. Mein Eindruck war, daß zwar weniger Zuschauer da waren, dafür aber viel mehr Polizei als in den Jahren zuvor. Bei gutem Wetter, nur unterbrochen von kleinen Windböen, beobachteten wir den Zug.

Und sogar Pferde waren beim Zug dabei- wenn auch keine lebendigen.

Selbst während unseres Mittagessens im „Hans im Glück“ hatten wir einen perfekten Blick auf den Umzug.

Mit einer Dauer von vier Stunden war es zwar der kürzeste Kölner Rosenmontagsumzug den es jemals gab, unsere Ausbeute an Kamelle war aber trotzdem wieder sehr reichlich.

IMG_6416Nach einem Abschlußeis in der Eisdiele „Cortina“ am Zülpicher Platz und der Rückfahrt am Dienstag endete für uns dieser Rosenmontagsumzug, unser Kölnbesuch im nächsten Jahr ist aber natürlich schon fest eingeplant!

IMG_6414

Dieser Beitrag wurde unter Unterwegs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.