Besuch auf dem Ökohof Crussow

Der Plan war eigentlich gut gedacht: Pünktlich Feierabend machen, mit dem Bus zum Ökohof nach Crussow fahren, dort eine Stunde Zeit mit den Tieren verbringen, mit dem Bus zurück zum Bahnhof nach Angermünde und von dort mit dem Zug nach Schwedt. Aber natürlich hat wieder nicht alles so funktioniert…

Eine Werbung für das Hühnermobil des Ökohofs habe ich immer auf meinem Arbeitsweg gesehen. Nachdem ich im Internet gelesen hab, das es dort auch Ziegen gibt, war mein Besuch schnell geplant. Vorgestern machte ich mich nun auf den Weg nach Crussow. Der dortige Ökohof ist eigentlich eine Jugendhilfeeinrichtung mit betreutem Wohnen für Jungs im Alter von 10-18 Jahren und verschiedenen Maßnahmen zur Berufsorientierung von Jugendlichen bis 25 Jahren. Für Besucher ist er täglich geöffnet, im dortigen Hofladen kann man sich dann auch gleich mit frischen Eiern, Honig und Säften aus der hauseigenen Mosterei versorgen.

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Auf der Weide begrüßten mich ein paar hübsche Dexter-Rinder. Diese Rinderart ist so abgehärtet, dass sie sogar den ganzen Winter auf der Weide stehen kann.

Anschließend bekam ich eine kleine Führung über den gesamten Hof. Leider ist es dabei schon dunkel geworden, so dass ich viele Tiere, wie die Schweine, Schafe und Ziegen, nur noch im Stall sehen konnte.

Nach einem kleinen Einkauf im Hofladen war ich auch schon wieder pünktlich an der Bushaltestelle und wartete… und wartete… aber leider kam kein Bus (der auch noch der letzte des Tages sein sollte!). Auf dem Fahrplan fand ich die Servicenummer der UVG, die ich dann anrief. Ich schilderte dem Mann an der Hotline meine Situation und er versprach, eine Lösung zu suchen und mich zurückzurufen. Nach ein wenigen Minuten erfolgte dieser Rückruf auch mit einer Erklärung: da „meine“ Haltestelle am Ende einer Sackgasse liegt, der Busfahrer dort schlecht wenden kann und sonst um diese Uhrzeit wohl nie jemand ein- und aussteigt, beschloss der Fahrer einfach mal, sie auszulassen. Für mich wurde ein Taxi organisiert (natürlich auf Kosten der UVG), das mich sogar bis zur Haustür brachte, da ich durch das Warten nun auch meinen Anschlusszug verpasst habe. Kurze Zeit später rief der nette Mann von der Hotline sogar noch an um sich erkundigen, ob ich gut zuhause angekommen bin. Den Ökohof habe ich sicherlich nicht zum letzten Mal besucht, dann aber eher am Nachmittag bei besserem Licht.