25 Jahre „Runde Ecke“

Das „Museum in der Runden Ecke“ feierte am Wochenende mit einem umfangreichen Festprogramm seinen 25. Geburtstag.

Nachdem am 04.12.1989 Leipziger Bürger das ehemalige Stasigebäude, in dem 40 Jahre lang die Leipziger Bezirksverwaltung für Staatssicherheit ihren Sitz hatte, am Dittrichring besetzt hatten, kam bald die Forderung auf, es als Museum den Menschen zugänglich zu machen. Nach einer kurzzeitigen Ausstellung zum Thema „Stasi- macht und Banalität“ in der damaligen Touristinformation am Sachsenplatz wurde am 31.08.1990 dann das „Museum in der Runden Ecke“ eröffnet.

In den ehemaligen Büros der Stasi-Offiziere können sich nun Besucher über Funktion, Arbeitsweisen und Geschichte des MfS informieren. Das Bürgerkomitee hat versucht, das authentische Umfeld weitgehend zu erhalten, um die Gäste etwas von der Arbeitsatmosphäre erahnen zu lassen, die bis 1989 in der „Runden Ecke“ herrschte. Linoleumfussboden, gelbbraune Tapeten, Scherengitter an den Türen und Fenstern, Kabelkanäle und alte Heizkörper sind noch im gesamten Museum zu sehen. Auch eine nachgebaute Gefängniszelle gibt es zu besichtigen.

Seit 2009 ist auch im angrenzenden Kinosaal eine Ausstellung über Ereignisse im Jahr 1989 zu sehen, die zur Friedlichen Revolution geführt haben. Geschichte wird hier sichtbar und greifbar. Bei freiem Eintritt ist täglich (ausser vom 23.12.-26-12.; Silvester und Neujahr) von 10- 18 Uhr geöffnet.

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