„Für immer Adaline“

Wir waren gestern im Kino! Ich wollte- und Alex musste- mir „Für immer Adaline“ ansehen, kategorisiert als Fantasy und Romantik, eigentlich so überhaupt nicht meine Genres. Aber die Geschichte reizte mich dann doch:

Adaline Bowman wird im Jahr 1908 am Neujahrstag in San Francisco geboren, wird Mutter einer Tochter und lebt ein ziemlich normales Leben, bis sie 29 Jahre alt ist. Durch einen Autounfall mit Verkettung verschiedener Phänomene altert sie ab dann nicht mehr. Was sich erstmal nicht so schlecht anhört, bringt dann aber doch einige Probleme mit sich: das Geburtsjahr auf dem Ausweis stimmt nicht mit dem Aussehen überein und wirft Fragen auf, und auch das FBI ist ihr auf den Fersen. Also wechselt Adaline aller 10 Jahre nicht nur den Wohnort, sondern auch ihre Identität, nur ihre Tochter weiß Bescheid. Langfristige Freundschaften und Beziehungen sind nicht möglich. Silvester 2014 lernt sie auf einem Ball Ellis kennen. Nach einigen Verwicklungen- und dem guten Zureden ihrer Tochter- beginnen die beiden eine Beziehung. Bei der Feier zum 40. Hochzeitstag von Ellis` Eltern lernt sie dessen Vater kennen- und muss in ihm einen ehemaligen Liebhaber erkennen. Die beiden hatten vor fast 50 Jahren eine Beziehung, ein geplanter Heiratsantrag allerdings kam durch die Flucht von Adaline nicht zustande. Adaline flieht auch von dieser Feier wieder, dabei hat sie wieder einen Autounfall. Sie kann wiederbelebt werden und im Krankenhaus kommt es natürlich zu einer Versöhnung von ihr und Ellis. Als sich ihre Tochter als ihre Großmutter vorstellt, erklärt Adaline, dass sie Ellis die Wahrheit über ihre Situation erzählt hat. Ein Jahr später (also im Jahr 2016) bereiten sich die beiden für eine Party vor. Dabei entdeckt Adaline ihr erstes graues Haar.

Wer wissenschaftliche Erläuterungen und Erklärungen erwartet, wird enttäuscht von diesem Film sein: der Effekt, warum Adaline nicht mehr altert, wird laut Info im Film erst 2035 entdeckt werden. Deswegen sehe ich diesen Film auch eher als Märchen an, was für mich durch die Erzählerstimme, die wichtige Ereignisse aus Adalines Leben erklärt, nur noch verstärkt wird. Ein nostalgischer Charme wird hier sehr gut mit den modernen Zeiten verknüpft- so nutzt Adaline natürlich auch ein Handy, allerdings mit dem Klingelton von alten Telefonen. Ihre Kleidung ist natürlich modern, allerdings nie zu grell und zu auffallend, sondern sehr im Vintage-Look gehalten. „Adaline“  Blake Lively schafft es perfekt, sowohl wie eine Frau Ende zwanzig zu wirken, aber auch die Reife und Erfahrung einer älteren Frau auszustrahlen. (Wer ein Fan von ihr in „Gossip Girl“ ist, wird im ersten Moment sicher von der doch sehr anderen Synchronstimme überrascht sein.). Für mich ist dieser Film eine perfekte Romanze, gut geeignet für ein Kino-Date. Ach ja, wer sich jetzt schon über ein Weihnachtsgeschenk für mich Gedanken macht: am 30.11. 15 erscheint die DVD!

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