IN GUTER NACHBARSCHAFT: Vielfalt und Reichtum aus 25 Leipziger Sammlungen

1 Bildermuseum, 24 weitere Leipziger Sammlungen, 220 Exponate, 12 Themen: das sind die Zahlen, die die aktuelle Ausstellung im Museum der bildenden Künste beschreiben. Basis dieser Ausstellung ist die traditionsreiche bürgerliche Sammelkultur, aus der die verschiedenen städtischen Museumssammlungen entstanden sind. Gesammelt wurde dabei alles, Bilder genauso wie Musikinstrumente, Mineralien genauso wie Tierpräparate und Bücher.

Obwohl das Grundprinzip ungewöhnlich ist, ist es schnell erklärt: Hierfür wurden insgesamt zwölf Kunstwerke der verschiedenen Epochen und Gattungen aus den Beständen des Museums der bildenden Künste Leipzig als „Leitbilder“ zur Verfügung gestellt. Das Spektrum reicht dabei von Rembrandt und Goya, über Beckmann bis hin zu Bernhard Heisig und Evelyn Richter. Aus den nachbarschaftlichen Sammlungen wurde auf diese Vorgaben „geantwortet“: ergänzend, interpretierend, jeweils mit Objekten aus der eigenen Sammlung. Dabei entstanden Kombinationen, die zwar ungewöhnlich sind, aber trotzdem zusammenpassen: z.B. wird beim Thema „Lebensraum“ ein Foto Evelyn Richters des Musikviertels zur Verfügung gestellt- das Naturkundemuseum antwortet darauf mit 4 Herbarienblättern des Biologen Karl Heyde von regionalen Pflanzen in der Blütezeit. Ein weiteres Thema sind Mutteridole, das Basiswerk dafür ist eine Kopie von Raffaels Sixtinischer Madonna von Lorenz Clasen, die Stadtbibliothek stellt dafür einen Hörsessel mit Musik von Madonna zur Verfügung. Die Zusammenstellungen sind oft überraschend, geben aber einen guten Überblick über die reiche Leipziger Museumslandschaft- für mich eine der besten Ausstellungen der letzten Zeit!


Die Themengebiete:

  • 1. Gelehrsamkeit
  • 2. Protest
  • 3. Lebensraum
  • 4. Lebensquelle
  • 5. Vernunftwelten
  • 6. Traumwelten
  • 7. Antikensehnsucht
  • 8. Mutteridole
  • 9. Selbstinszenierung
  • 10. Punk
  • 11. Abenteuersehnsucht
  • 12. Opfertod

Die benachbarten Sammlungen: