Rückblende 2014 im Zeitgeschichtlichen Forum

Schon seit über 10 Jahren ist die „Rückblende“-Ausstellung, der höchstdotierte deutsche Preis für politische Fotografie und Karikatur, zu Gast im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. In diesem Jahr werden von 1100 eingereichten Werken ca. 100 Fotografien und Karikaturen gezeigt, die das vergangene Jahr, also 2014, repräsentieren. Dabei sind natürlich Bilder von Ereignissen, an die wir uns alle noch erinnern, wie von der Fussballweltmeisterschaft, aber auch wunderbare Momentaufnahmen wie z.B. ein Bild von einer Frau, die ihren Ehemann im Rollstuhl durch den Sandstrand an der Ostsee zum Meer fährt. Die Fotos sind thematisch unterteilt, so gibt es die Preisträgerfotos und Fotos zu verschiedenen Themen wie „Mobilität“, „Stillstand“ und „Das Scharfe Sehen“. Das Trendthema „Selfie“, hier vertreten durch Schulklassen, die sich mit Angela Merkel ablichten, wird natürlich auch nicht vergessen.

Das meistdiskutierte Bild der Ausstellung war bei der Eröffnung aber eine Abbildung von GDL-Chef Claus Weselsky, auf meinem Foto in der Mitte zu sehen. Die Meinungen gingen dabei zwischen „machtvoller, entschlossener Ausdruck“ und „vollkommen unangemessen, viel zu sehr an andere Personen aus der Geschichte erinnernd“ auseinander.

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Den ersten Preis bei den Karikaturen gewann zum wiederholten Mal Klaus Stuttmann, der auch für die Leipziger Volkszeitung arbeitet, mit einem Werk über die Freundschaft von Gerhard Schröder und Wladimir Putin. Obwohl auch die Karikaturn 2014 entstanden sind, haben sie mit Themen wie Umweltverschmutzung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in diesesm Jahr nichts an Aktualität verloren.

Die „Rückblende“ ist ein Jahresrückblick der besonderen Art. Obwohl die Akteure der Bilder in den meisten Fällen bekannt sind, sind es ungewöhnliche Aufnahmen, die ohne die Einbindung in Presseartikel noch intensiver wirken.

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis zum 30.08.2015 täglich außer Montags zu sehen.