Leipziger Museen: das Schillerhaus in Gohlis

Üblicher Tagesbeginn für mich: mein Spaziergang zur Physiotherapie. Aber wenn ich dann schon mal unterwegs bin, kann ich den Tag natürlich auch noch nutzen und mir ein Leipziger Museum ansehen, das ich bisher noch nicht besucht habe. Mein Ziel war also das Schillerhaus in der Menckestraße.

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Dieses kleine, etwas versteckt liegende Häuschen wurde schon 1717 erbaut und ist damit das älteste erhaltene Bauernhaus auf dem Leipziger Stadtgebiet. Heute ist es ein Museum, das zum Stadtgeschichtlichen Museum gehört. Friedrich Schiller verbrachte den Sommer 1785 hier. Unter anderem entstand hier sein berühmtes Gedicht „An die Freunde“. Nachdem das Schillerhaus 1995 wegen Einsturzgefahr schließen musste, wurde es in den folgenden Jahren saniert und 1998 wiedereröffnet. Seinen originalen Charakter mit einer engen Treppe und knarzenden Holzdielen hat es aber trotzdem bewahren können. Ausstellungsstücke aus Schillers Zeit gibt es nur wenige, z.B. ist eine von ihm getragene Weste zu sehen, zusammen mit einem von seiner Schwester gemalten Tulpenbild.

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Die vorhandenen Exponate zeigen Persönlichkeiten, mit denen Schiller damals zusammentraf, außerdem noch Titelblätter seiner Werke und informiert über Leipziger Inszenierungen seiner Werke.

Das für mich Schönste am Museum ist aber der nach historischem Vorbild gestaltete Bauerngarten!

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