Hussiten-Kirschfest 2015

Für unseren gemeinsamen Sonntag stand dieses Mal das Hussiten-Kirschfest auf dem Plan. Der Besuch von Naumburg zu diesem jährlich stattfindenden Stadtfest ist für uns schon eine kleine Tradition geworden.

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Allerdings hatte ich dieses Mal meine ganz eigene Zeitplanung. Was dazu führte, dass ich zu morgentlicher Stunde Juliane weckte, aber trotzdem unsere Strassenbahn um eine Minute verpasste… … und damit auch den Zug nach Naumburg. Das war natürlich kein großes Problem der nächste Zug fuhr natürlich keine … ZWEI STUNDEN !!! … später.

Nachdem sich Juliane verbal abgeregt hatte, beschlossen wir das Beste aus der Situation zu machen und fuhren mit der nächsten Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Von dort fuhr auch tatsächlich noch ein ICE nach Naumburg, diese Verbindung war uns jedoch zu teuer und wir beschlossen auf die nächste Regionalbahn zu warten.

Zur Beruhigung von unser beider Nerven genossen wir beide ein Getränk in einem der chilligsten Cafes des Bahnhofs und gingen danach auf Erkundungstour. So bestaunten wir die intensiven Umbauarbeiten an einigen Bahnsteigen, hielten an der Gedenkstelle inne, geschaffen vom Markranstädter Künstler und Galeristen Roland Steckel, informierten uns über die neue Bahnstrecke nach Erfurt (die mit den fehlerhaft geplanten Brücken) und natürlich ist uns auch die kleine Ziege auf der Modelleisenbahn-Anlage nicht entgangen.

Nun könnte man denken, so eine im Fahrplantakt stattfinde Bahnfahrt ist relativ eintönig. Aber wenn Leute im vollen Zug lautstark, in bester sächsischer Mundart, minutenlang immer zum gleichen Thema telefonieren kann das schon sehr zur Belustigung aller beitragen.

In Naumburg angekommen nutzten wir die kulturerbewürdige Strassenbahn von Naumburg, genannt „Wilde Zicke“, und stiegen am Marientor aus.

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Von dort gingen wir an vielen sehenswerten Handwerksständen vorbei zum Stand vom Naumbruger Briefmarkensammlerverein. Wie fast jedes Jahr nahmen wir an der dortigen Tombola teil. Für 25 Cent pro „Losumschlag“ ist jeder Umschlag im Grunde ein Gewinn.

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Dann ging es weiter in Richtung des Markt, dort kauften wir Bratwürste von der Fleischerei Schlegel – die sind einfach die Besten! Die Technischen Werke Naumburg gaben auch uns kostenlos Wasser aus und wir spazierten weiter in Richtung Dom. Die Strasse zum Dom war mit Musikern und Strßenkünstlern gespickt und die offenen Geschäfte luden zum Bummeln ein. Wir hätten auch gerne bei der Kochschule eine Fassbrause und eine Eisschokolade bestellt, komischer Weise war beides gerade aus. Dann gingen wir wieder über den Markt in Richtung Theaterplatz und nutzten wieder die Straßenbahn zum Hauptbahnhof von Naumburg.

Mit dem Zug führen wir dann noch gemeinsam nach Merseburg wo sich für diesen Sonntag unsere Wege wieder trennten.

Ja, bei den Ziegen waren wir an diesem Sonntag nicht – dort waren wir diesmal schon Freitag.