Opernabend: The Canterville Ghost/ Pagliacci

Nach einem netten Gespräch beim Stadtmagazin Urbanite, für dessen Kunst- und Kulturteil ich nun regelmäßig schreiben darf und meiner fast täglichen Physiotherapie war für mich gestern noch ein Besuch in der Oper geplant. Das Ticket hatte ich schon einige Zeit, also ließ ich mich natürlich auch von meinem Gilchrist-Verband nicht abhalten. Da der Abend durch die Kombination von zwei Stücken lang zu werden versprach, war ich vorher noch zum Abendessen bei Vapiano am Augustusplatz, natürlich gab es für mich diesmal leicht essbare Fussili (ich nenne sie lieber Spirelli) statt Spaghetti. Den Service bei Vapiano muß ich wirklich loben: das ich mein Tablett tragen muss hab ich bei der Restaurantwahl vorher nicht wirklich bedacht- der nette Koch bemerkte allerdings meine Lage und organisierte Servicepersonal, die junge Frau trug mir dann mein Tablett zum Tisch.

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Auf dem Spielplan stand als Doppelabend „The Canterville Ghost“ von Gordon Getty, basierend auf der gleichnamigen Erzählung von Oscar Wilde, und „Pagliacci“ von Ruggero Leoncavallo.

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„The Canterville Ghost“ wurde leicht abgeändert, so hat das Gespenst im Original seine Frau getötet, in der Oper allerdings seinen Schwager. Für mich war es eine sehr schöne Inszenierung, gut geeignet für Opernanfänger und Familien mit größeren Kindern. Traditionelle Arien gibt es nur eine. „Pagliacci“ dagegen ist eine klassische Oper mit tragischem Ausgang, wie man sie sich vorstellt. Die Kombination der beiden Stücke mag zwar auf den ersten Blick etwas unpassend scheinen, wirkt aber gerade durch die Unterschiedlichkeit dennoch sehr beeindruckend. Weiterempfehlen kann ich beide Stücke leider trotzdem nicht, obwohl ich gern würde, da ich sie nicht im Spielplan für das nächste Jahr gefunden hab. Ich danke der Oper Leipzig für das kostenfreie Upgrade meines Tickets von Preisgruppe VII auf Preisgruppe I !