Uwe Steimle: Meine Oma, Marx und Jesus Christus: Aus dem Leben eines Ostalgikers

Krankenhausaufenthalte haben, wenn man denn schmerzfrei ist, auch etwas Gutes an sich: man bekommt vier Mahlzeiten ans Bett serviert, kann ohne schlechtes Gewissen Mittagsschlaf halten und hat endlich mal Zeit, Bücher zu lesen. Nachdem ich vor einiger Zeit schon „Heimatstunde“ von Uwe Steimle gelesen habe, war diesmal das Vorgängerwerk „Meine Oma, Marx und Jesus Christus: Aus dem Leben eines Ostalgikers“ meine Wahl. Durchgelesen hatte ich das dünne, 8,99€ teure, im Goldmann-Verlag erschienene Buch dann allerdings schon beim Warten auf meine OP.

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Ein nettes Buch mit vielen autobiografischen Zügen, dass aber etwas verwirrend auf mich wirkt. Bei vielen Episoden hatte ich das Gefühl, sie sehr ähnlich schon in der „Heimatstunde“ gelesen zu haben. Ein richtiges System, weder zeitlich noch inhaltlich, ist für mich nicht zu erkennen gewesen. Kindheitserinnerungen wechseln sich ab mit Kuchenrezepten, ein Exkurs über die Wellnesssemmel folgt einer Erklärung des Grünen Gewölbes. Da es vor ein paar Jahren ein  Programm gleichen Namens von Uwe Steimle gab, scheint mir dieses Buch so etwas wie das Textbuch dazu zu sein. Für Steimlefans unverzichtbar, für Bahnfahrten oder eben Lektüre im Krankenhaus gut geeignet, hohe Literatur ist es allerdings nicht.
Wer sich selbst eine Meinung bilden will, kann hier einen Blick ins Buch werfen. Es ist beim freundlichen Versandhändler oder in der lokalen Buchhandlung erhältlich. Mir wurde es kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!
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