Sonntagsausflug mit dem Fahrrad

Ich kann fahrradfahren. Ein besonderes Hobby von mir ist es aber nicht. Wenn wir jetzt allerdings die Ziegen besuchen wollen, bleibt uns nicht viel anderes übrig, da am Sonntag die Busse nach Markranstädt nicht sehr oft fahren und ein Spaziergang vom Markranstädter Bahnhof bis zum Outback viel zu lang dauern würde. Also fahren wir mit dem Fahrrad zum Leutzscher Bahnhof, dann mit dem Zug nach Markranstädt und von dort wieder mit dem Fahrrad zu den Ziegen. Die haben sich natürlich über unseren Besuch gefreut- und besonders über unsere mitgebrachten Möhren und Haferflocken.

Da die Gleise am Markranstädter Bahnhof nur durch eine hohe Treppe zu erreichen sind, wollte ich Alex nicht zumuten, unsere Fahrräder nochmal zu tragen. Wir fuhren also zur nächsten Station, nach Großlehna, wo das Einsteigen ebenerdig möglich ist. Im Zug beschloss Alex, mich zu Mittagessen einzuladen, was ich natürlich gern angenommen habe! In der Waldluft nutzten wir die Spargelzeit nochmal aus. Meine geliebte Pasta „Waldluft“ steht leider nicht mehr auf der Karte, also entschied ich mich, obwohl ich kein Spargelfan bin, für Spargellasagne.

IMG_3777Weil mir die Beine inzwischen sowieso weh taten, fuhren wir noch in die Waldstraße für ein Schokoladeneis und einen Eiskaffee als Nachtisch.

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Unser Rückweg führte uns am sogenannten Capa-Haus vorbei, das jetzt endlich saniert wird. In diesem Haus nahm der Fotograf Robert Capa das berühmte Foto „Der letzte Tote des Krieges“ auf, das den US-Soldaten Raymond J. Bowman zeigt. Die Verlängerung der Erich-Köhn-Straße zur Angerbrücke wurde vor Kurzem sogar nach Robert Capa benannt.

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Ich hab unsere erste größere Fahrradtour in diesem Jahr also unbeschadet und sogar ohne Muskelkater überstanden— und bin bereit für eine Wiederholung am nächsten Sonntag!