Leipziger Kunstgalerie

Update 24.09.2016:

Die Leipziger Kunstgalerie ist umgezogen und befindet sich jetzt im Erdgeschoß der „Höfen am Brühl“. Geöffnet hat sie Montag bis Mittwoch von 10 bis 15 Uhr,  Donnerstag von 10 bis 21 Uhr, Freitag und Sonnabend von 15 bis 18 Uhr.


Vor ein paar Tagen flatterte mir eine Einladung zu einer Vernissage in der „Leipziger Kunstgalerie“ ins Haus, und da ich Samstagnachmittag sowieso in der Innenstadt unterwegs war, nahm ich die Einladung dankend an. Wer die Galerie in der Nikolaistraße 26 noch nicht kennt: sie liegt in „Steibs Hof“, genau gegenüber vom DDR-Laden, neben Pylones.

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Der junge Leipziger Fotograf Sebastian Wildgrube eröffnete seine erste Ausstellung, und zwar zum Thema „Lost Places“. Dieses Thema ist sowohl für Alex als auch mich nicht unbekannt, zum einen durch eigene Erfahrungen beim Geocaching, zum anderem als begeisterte Zuschauer von Enno Seifrieds Dokumentarfilmreihe „Geschichten hinter vergessenen Mauern“. Meine Erwartungen waren also dementsprechend hoch. Die kleine Ausstellung umfasst Fotos, die mich besonders durch ihre Farbigkeit angesprochen haben. Es scheint oft so, als ob die Räume erst kurz zuvor verlassen wurden. Es sind keine Spuren von Vandalismus, Müll oder Graffitis erkennbar. Während ich bei Enno Seifrieds Filmen, wie der Titel es schon sagt, mehr auf die Geschichten und Erzählungen  hinter diesen Lost Places geachtet hab, wirken die Fotos von selbst, durch ihre Farben, Komposition und Perspektive.

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Die kleine Galerie der beiden Künstler Sara Gaveau und Martin Hermeling ist für die Kunstszene in Leipzigs Innenstadt eine wirkliche Bereicherung. Einer der für Leipzig so typischen kleinen Höfe wird vor dem Leerstand bewahrt und den Leuten zugänglich gemacht. Außerdem verfolgt sie das etwas ungewöhnliche Konzept einer Produzentengalerie, Künstler können sich also in die Galerie und den dazugehörigen Ateliers einmieten, ihre Werke ausstellen und den Erlös aus den Verkäufen komplett behalten. Durch die geschickte Platzierung der Stellwände ist somit ein kleines „Bildermuseum“ mit Werken unterschiedlicher Künstler und Kunstrichtungen entstanden. Die Ausstellungen wechseln regelmäßig, so dass sich Besuche immer wieder lohnen. Geöffnet ist von Montag- Samstag immer von 13- 18 Uhr.

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Zum diesjährigen Wave-Gotik-Treffen wird nicht nur eine Ausstellung verschiedener Künstler zum Thema „Morbide Kunst“ eröffnet, es gibt auch Portraitfotografien vor authentischer Kulisse zu den Themen Mode, Tattoos und Piercing.