Rettet das Naturkundemuseum!

Helfen Sie mit einer halben Stunde Ihrer Mittagspause, das Naturkundemuseum zu retten!

Im Leipziger Stadtrat wird am kommenden Mittwoch über die Zukunft des Naturkundemuseums abgestimmt.

Am Mittwoch, den 15. April 2015 vor Beginn der Stadtratssitzung um 13:30 Uhr, in der oberen Wandelhalle des Rathauses

besteht die letzte Möglichkeit zu zeigen, dass die Leipziger Bürger jeden Alters und aus allen Bevölkerungsschichten ein zukunftsfähiges, dem Masterplan entsprechendes Naturkundemuseum mit Anbau wollen und brauchen.

Wie in der LVZ vom 24.02.2015 berichtet, gab es Bemühungen, einen fraktionsübergreifenden Antrag zu stellen. Leider ist dies nur teilweise gelungen, und nur der Antrag von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen nimmt die von den Experten einhellig geforderten notwendigen Eckpunkte vollständig auf: Sanierung des Altbaus und Erweiterungsbau bei einer Mindestnutzfläche von 3.430 m2, so dass Ausstellungen und Museumsbetrieb den gegenwärtigen Standards eines zeitgemäßen und konkurrenzfähigen Museumsbetriebes entsprechen. Die CDU hat einen eigenen, konkurrierenden Antrag gestellt, der den notwendigen Ergänzungsbau nur dann befürwortet, wenn „…es gelingt, hierfür Förder- und Drittmittel zu akquirieren…“. Dieser Vorschlag bedeutet ein Vorgehen wie beim Sportmuseum, das bekanntlich bereits seit ca. 20 Jahren in der Kiste liegt….

Stadträte sind gewählt, unsere Interessen zu vertreten. Aber ab und zu müssen wir unser Interesse deutlich machen. Daher kommen Sie bitte möglichst zahlreich, wenn Sie das Naturkundemuseum erhalten möchten.

Weil…

  • Bildung vor der Haustür anfangen und für alle erreichbar sein muss.
  • jedes Kind ein Forscher und Entdecker ist – aber zu viele durch den Abbau der „Forschungsmöglichkeiten“ aussortiert werden.
  • Zoo und Co. zwar toll aber eher für den großen (teuren) Ausflug und für viele gar unerreichbar sind.
  • das Naturkundemuseum wichtiges Integrations- und Bildungspotential birgt
  • Bach und Bilder zwar wichtig und international „säxy“ sind, aber für einen Familienausflug an verregneten Wochenenden, an dem alle Spaß haben wohl eher ungeeignet ist.
  • im Jahr 2014 trotz der erschwerten Bedingungen (Teilweise Schließung, bis zu 60 Minuten Wartezeit, nur Gruppen von 30 Personen gleichzeitig in der Dauerausstellung,…) rund 40.000 Besucher im Naturkundemuseum waren (40% Zuwachs gegenüber 2013!) – wo gehen die nach dem schleichenden Tod des Museums hin?