Halali in Dresden- Seidnitz: letzter Renntag der Grasbahnsaison

Buß- und Bettag, in Sachsen ein Feiertag, ist traditionsgemäß immer ein Renntag in Dresden und gleichzeitig auch der Abschluß der Grasbahnsaison. Auch wenn das Wetter November-typisch nasskalt war, hat sich der Renntag doch gelohnt: viele Besucher, gut besetzte Starterfelder und hohe Wettumsätze.

 

Zwei Jahre Mount Juliet- eine Zwischenbilanz

Am 28.10.2017 ist MJ sein letztes Rennen gelaufen, am 3.11.2017 habe ich den Kaufvertrag unterschrieben und nur 5 Tage später, am 08.11.2017 ist Mount Juliet dann direkt vom Rennstall in sein neues Zuhause, einen Reiterhof gezogen. Mehr als zwei Jahre ist das alles nun inzwischen her- Zeit für ein kleines Zwischenfazit!

Kindheitstraum eigenes Pferd? Nein, ganz sicher nicht, ich war nie so ein typisches Pferdemädchen mit Reitunterricht und Pferdepostern im Kinderzimmer. Die Anschaffung eines eigenen Pferdes, noch dazu eines (Ex-) Rennpferdes direkt von der Bahn kann man also getrost als Schnapsidee bezeichen- ich würde nicht widersprechen! Trotzdem, hergeben würde ich meinen „Kronprinz von Hoppegarten“ (ich nenne ihn so, da er zwar in Hoppegarten gewonnen hat, aber ein anderes Ex-Rennpferd in MJs Stall mehr Siege als er dort geholt hat) nie wieder- auch wenn er mein Leben ziemlich stark verändert und Prioritäten verschoben hat!

Geld: ein Großteil meines Einkommens wird inzwischen für ihn ausgegeben. Premium Plus Versicherungen, Physiotherapie, teures Mineralfutter, qualitativ hochwertige Ausstattung, ein teurer Stall…auf Shoppingtouren für mich verzichte ich jetzt sehr oft. Ausserdem haben sich die Relationen verschoben: ein Montblanc- Füller wie meine geliebten Starwalker für 450€ war früher eine teure Anschaffung- heute bezahle ich jeden Monat mehr als diese Summe nur für seine Unterbringung im Stall! Eine Auflistung über Kosten bei einem eigenen Pferd gibts hier.

Zeit: Tagesablauf, Urlaubsplanung… MJ steht im Mittelpunkt dessen. Ein Abendbesuch im Stall ist Pflicht für mich, falls weder Alex noch ich dies gewährleisten können muss eine Vertretung organisiert werden. MJ braucht Bewegung und sein Müsli jeden Abend, ausserdem müssen seine Hufe kontrolliert werden. Ich gebe zu, ich hab mich bei ihm so ziemlich zur Helikopter- Pferdemama entwickelt- früher fand ich so ein Verhalten von nicht nachvollziehbar bis lächerlich- inzwischen bin ich selbst so!

Kleidung: in Jogginghose und sogar noch ungeschminkt auf die Straße und vielleicht sogar in diesem Aufzug direkt vom Stall noch einkaufen oder Essen gehen? Nie im Leben! Doch, inzwischen schon und- Überraschung!- man wird nicht hinausgeworfen und sogar bedient!

Hobbies: Wie oft ich in den letzten zwei Jahren im Kino war, kann ich an einer Hand abzählen, in Galerien, Ausstellungen und Theater sogar noch weniger. Früher habe ich mich über jede Einladung zu einem Event gefreut, inzwischen nehme ich kaum noch welche davon an… und es fehlt mir gar nicht!

Gesundheit: Objektiv gesehen ging es mir gesundheitlich in den letzten zwei Jahren nicht sehr gut, langwierige Behandlungen haben ein dreiviertel Jahr von 2018 bestimmt, eine unschöne Diagnose kam dann zum Jahresanfang 2019 dazu; subjektiv ging es mir aber kaum jemals besser als jetzt: (leichte) körperliche Arbeit mit viel Zeit an der frischen Luft tun eben doch gut!

Sorgen: Früher: Welche Handtasche nehme ich morgen? Jetzt: wie entwickeln sich die Heupreise? Wie geht es mit dem Stall weiter?

Familie/ Freunde: Alex war zwar von der Idee „eigenes Pferd“ (und dann auch noch ganz speziell dieses Pferd!) zu Beginn alles andere als begeistert, inzwischen ist er aber zur wichtigen Bezugsperson für MJ geworden und unverzichtbar bei dieser ganzen „Pferdesache“. Für seine Unterstützung (auf die ich mich immer verlassen kann) bin ich jeden Tag wieder sehr dankbar und MJ ganz sicher für die schönen langen Spaziergänge- auch wenn sowohl MJ als auch ich es nicht immer zeigen! Grundsätzlich funktioniert es nur mit Unterstützung, sei es bei der Umschulung (danke Dana!) oder bei der täglichen Hilfe im Stall. Und sonst? Treffen mit der Familie finden inzwischen fast ausschließlich am Stall statt…ich bin ja sowieso her dort als zuhause anzutreffen!

Wiedereröffnung der Rennbahn Halle- mittendrin statt nur dabei!

6 Jahre, nachdem das Saalehochwasser die Rennbahn an den Passendorfer Wiesen in Halle unbenutzbar gemacht hat, wurde sie nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am 31. Oktober wiedereröffnet: ausgerechnet am kältesten Tag seit langem! Trotz Kälte war der Renntag mit ca.8000 Gästen sehr gut besucht.

Gegen Kälte hilft Bewegung, also arbeitete ich an diesem Renntag- als Stampfer.

Dick eingepackt in warme Kleidung, gab es jeweils nach demn Rennen aufgrund des weichen Bodens auch einiges zu tun!

Der Ablauf war immer gleich: das Rennen ist vorbei, anschließend gibt es ca. 15 Minuten Zeit zum Stampfen und die restliche Zeit der 30 Minuten Pause zwischen den Rennen bot sich die Gelegenheit, die Pferde- zum Beispiel unsere neue Stute Zauberlady vom Rennstall Scheibenholz–  und die Startmaschine aus nächster Nähe zu sehen. Einziger Nachteil dabei: zum Wettschalter hab ich es leider nicht geschafft, Wetten abgeben ging leider nur online.

Der nächste Renntag ist für Sonnabend, den 18.04.2020 geplant.

 

Tag der Gestüte 2019- Besuch in Graditz

Schönstes Spätsommerwetter, vier pferdebegeisterte Mädels und die Möglichkeit, ein Vollblutgestüt zu besuchen: klingt nach einer guten Kombination für einen Sonnabend!

German Racing organisierte wie schon im vergangenen Jahr einen „Tag der Gestüte“ und nachdem es damals mit einem Besuch aus Termingründen nicht geklappt hat, nutzte ein Teil des „Teams Mount Juliet“ (also seine Reitbeteiligungen und ich) die Gelegenheit, das Vollblutgestüt in Graditz bei Torgau zu besichtigen.

Während einer knapp zweistündigen Führung, durchgeführt vom Gestütschef Matthias Tandler, konnten wir nicht nur die Stallungen sehen, sondern auch die Stuten mit ihren Fohlen auf den Koppeln und sogar die beiden in Graditz aufgestellten Deckhengste Lucky Lion und Langtang.

Nur wenige Kilometer von Graditz entfernt, in Adelwitz, erholt sich gerade unser verletzter Hengst Leipzig. Für einen Krankenbesuch bei ihm war natürlich auch noch Zeit!

12 von 12- April 2019

Der 12. eines Monats dokumentiert in 12 Bildern…

Noch 24 Stunden bis zum letzten Rennen der Superstute Winx…da ich auf Instagram fast nur Galoppaccounts folge, ist dieses Bild eines der ersten Bilder, die ich am Freitag sehe.

 

Der Feierabend wird versüßt von einem Mini-Täfelchen Lindt-Schokolade, danke an Alex für das Mitbringsel aus Hamburg.

 

Arzttermin! Endlich mal Zeit für Zeitschriften.

 

Den Gratis- Apfel vom Arzt bekommt natürlich Mount Juliet.

 

Kurzer Zwischenstopp am Bahnhof, die tolle Osterdeko bewundern…

 

… und neue Handcreme kaufen.

 

Zuhause! Das aktuelle Buch von Renate Bergmann war als Rezensionsexemplar in der Post.

 

Pfandflaschen abgeben.

 

Spaziergang mit Ehemann und Pferd, die Angras- Saison ist in vollem Gange.

 

18.30 Uhr, Einstellerabend im Stall. Wir sind vorbereitet!

 

Tagesschrittziel erreicht!