12 von 12: April 2020

Der 12. eines Monats dokumentiert in 12 10 Bildern:

Der Wecker klingelt um 06:52 Uhr für eine Fahrt aufs Land:

Kein Osterausflug, sondern auf gehts zum Coronoa-Test.

Neue Schuhe: Adidas „Gazelle“, super bequem.

Nach dem Test: Auto in der Innenstadt aufladen und einen „Ruby Flamingo Frappucchino“ von Starbucks frühstücken.

Dank Netflix im Auto angefangen zu schauen und dann zuhause noch das Ende:

„Ein Schweinchen namens Babe“. 1995 wurde der Film veröffentlicht, ich hab ihn tatsächlich zum ersten Mal gesehen.

Dazu ein kleines Häagen-Dazs Eis.

Kurz vor 20 Uhr: Ankunft am Stall.

Abendessenfür MJ vorbereiten: Müsli mit Apfel, Banane und Möhren.

Der Beste!

Auch Stallkatze Bubu bekommt noch ihr Abendessen.

Und als letztes im Stall: MJs Freund Karli bekommt ein Gute- Nacht- Leckerli.

Pferdeversorgung im Notfall: Stallapotheke

Seit gestern gibt es in Sachsen verstärkte Ausgangsbeschränkungen. Auch wenn sie mich beruflich nur am Rande betreffen- der Tätigkeit in einem „systemrelevanten“ Job sei Dank- schränken sie doch im privaten Bereich sehr ein.

Besuche bei Mount Juliet sind nur noch für Alex und mich jeweils alleine möglich und sollen auch auf das absolut notwendige Maß beschränkt werden. Damit MJ aber im Notfall so gut wie möglich versorgt ist, habe ich natürlich schon einige Vorbereitungen getroffen. Seine Impfungen sind selbstverständlich alle aufgefrischt und auch wenn sein Tierarzt weiterarbeitet, habe ich seine Stallapotheke auf den notwendigen Stand gebracht.

Damit alles seinen festen Platz hat und wir im Notfall nicht noch suchen müssen und auch MJs Pflegebeteiligung sofort weiß wo etwas ist, habe ich einfach eine Putzkiste umfunktioniert.

Enthalten sind:

  • ein Fieberthermometer für Großtiere; ein normales geht natürlich auch, dabei aber mit Faden und Klammer dafür sorgen, das es nicht „eingesogen“ wird
  • Verbandsmaterial, steril und unsteril
  • Einweghandschuhe
  • Kältekompressen zum Sofortgebrauch (Knickeis, gibt es in der Apotheke und funktioniert wie die Handwärmer)
  • Babywindeln für Hufverbände
  • Panzertape
  • Heilerde, gibt es schon fertig in der Tube
  • Betaisodona, sowohl als Salbe als auch flüssig
  • Zink-/Wundsalbe
  • Colosan
  • eine gereinigte Spritze ohne Nadel (ich habe einfach eine vom Metacam genommen)
  • Diathyyl zur Kühlung (kann auch auf kleinere Wunden aufgetragen werden)
  • Percutin
  • Zinkspray
  • Tensolvet
  • Desinfektionsmittel
  • Rivanol
  • ASS- Tabletten
  • Sprühpflaster (wir haben gute Erfahrungen mit dem Drachenblut- Sprühpflaster von Effol gemacht)
  • eine „normale“ Schere und eine Schere für Verbandsmaterial
  • und natürlich, ganz wichtig, eine Liste mit Notfalltelefonnummern vom Tierarzt, einem „Ersatz- Tierarzt“ und der Tierklinik

Auch wenn ich glaube, dass wir für eine Erstversorgung ganz gut ausgestattet sind, würde ich im Zweifelsfall immer den Tierarzt anrufen. 

 

Update zu Mount Juliet

Auch wenn es hier in den letzten Monaten ziemlich ruhig war, ist doch umso mehr passiert:

Mount Juliet hatte Anfang Dezember leider einen Paddockunfall- er wurde von einem anderen Pferd getreten.

Aber Glück im Unglück… zwei Miteinsteller haben es gesehen und mich sofort informiert, so dass schon nach kurzer Zeit der Tierarzt da war. DIagnose: eine angebrochene Kniescheibe! Für Mount Juliet bedeutete das: zwei Monate strenge Boxenruhe, nur unterbrochen von kurzen Runden im Stall. Unsere gesamte Weihnachtszeit bis in den Februar hinein bestand also darin, bis zu viermal am Tag zu MJ zu fahren, um mit ihm drei Runden in der Stallgasse zu laufen-was wir aber dank Alex und Maria wunderbar hinbekommen haben.

Seit Anfang Februar darf er sich nun endlich wieder wieder regulär bewegen und verbringt seine Nachmittage auf seinem Einzelpaddock und auch wieder mit Alex bei Spaziergängen.

 

Und Corona? Schränkt leider auch unseren Tagesablauf ein. Stallbesuche sind nur noch einzeln und nur für dringende Versorgungen möglich, Besuche von Freunden und Familie sind nicht mehr gestattet.

Halali in Dresden- Seidnitz: letzter Renntag der Grasbahnsaison

Buß- und Bettag, in Sachsen ein Feiertag, ist traditionsgemäß immer ein Renntag in Dresden und gleichzeitig auch der Abschluß der Grasbahnsaison. Auch wenn das Wetter November-typisch nasskalt war, hat sich der Renntag doch gelohnt: viele Besucher, gut besetzte Starterfelder und hohe Wettumsätze.